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Viele deutsche haben beispielsweise Angst davor, zum Pflegefall zu werden und damit die eigene Familie stark zu belasten. Foto: Patrick Pleul

Bescheid wissen hilft - Was sich gegen Ängste tun lässt

Angst ist oft nicht handfest real begründet. Trotzdem kann es schwer fallen damit umzugehen. Wer sich genau darüber im klaren wird, wovor er Angst hat und sich über die entsprechenden Themen informiert, ist schon einen großen Schritt weiter.

Berlin (dpa/tmn) - Es sind Meldungen zum Beispiel von Terroranschlägen und verheerenden Erbeben, die vielen Menschen auch in Deutschland Angst machen. "Realistisch ist die Gefahr aber sehr, sehr gering", sagt der Psychologe Tom Frenzel.

Um mit der Angst umgehen zu können, sei entscheidend, die Unsicherheit zu beseitigen und mentale Kontrolle zu gewinnen. Konkret heißt das, sich zunächst über den Angstauslöser zu informieren. "Sich fragen: Was genau macht mir Angst?", rät Frenzel. Anschließend sollten sich Betroffene genau über das Thema informieren, vielleicht sogar Statistiken heranziehen und sich mit dem Angstauslöser beschäftigen: "Es hilft, solide Informationen zu sammeln, welche Gefahren gibt es wirklich? Wie wahrscheinlich ist es, dass so etwas passiert?"

Oft ist es Halb- oder Unwissen, das für die Angst mitverantwortlich ist. "Deshalb hilft es, sich mit Wissen zu wappnen", sagt Frenzel. So haben viele Deutsche Angst davor, ein Pflegefall zu werden. Dann sei die erste Frage: "Wie kann ich die Situation vermeiden, in der ich nicht sein möchte?" Dann lässt sich aktiv daran arbeiten - zum Beispiel daran, möglichst lange fit zu bleiben. Außerdem rät Frenzel Betroffenen, das eigene soziale Netzwerk auszubauen, sich über Wohnprojekte zu informieren und auch an der geistigen Fitness zu arbeiten. Kurz: Wer Angst hat, sollte das hinterfragen und seine Ängste aktiv angehen.

Wovor die Deutschen aktuell am meisten Angst haben, ermittelte eine am Donnerstag (3. September) veröffentlichte Studie der R+V-Versicherung, die seit 1992 rund 2400 Deutsche regelmäßig zu ihren Ängsten befragt.

Studie der R+V-Versicherung

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