S-Bahn: Polizei ermittelt - Verspätungen auf Stammstrecke im Berufsverkehr

S-Bahn: Polizei ermittelt - Verspätungen auf Stammstrecke im Berufsverkehr
+
Auch Wohnsitzlose können künftig ein Girokonto bekommen. Foto: Angelika Warmuth

Bundestag beschließt "Girokonto für Jedermann"

Wer ein Konto eröffnen will, muss in Zukunft keinen festen Wohnsitz mehr nachweisen. Diese Neuregelung, die der Bundestag beschlossen hat, soll vor allem Obdachlosen und Flüchtlingen zugute kommen.

Berlin (dpa) - Banken müssen künftig auch Asylbewerbern und Obdachlosen ein Girokonto gewähren. Ein entsprechendes Gesetz hat der Bundestag einstimmig verabschiedet. Darin werden Geldhäuser dazu verpflichtet, Menschen ohne festen Wohnsitz auf Wunsch ein Basiskonto auf Guthabenbasis einzurichten.

Mitglieder dieser Personengruppe waren bislang nur von einigen Sparkassen und Volksbanken als Kunden akzeptiert worden. "Wir bauen damit eine Brücke zu den Menschen, die oft am Rande der Gesellschaft stehen", sagte der CDU-Abgeordnete Matthias Hauer. "Ein Girokonto ist Grundvoraussetzung für eine Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben in Deutschland."

Das Gesetz zwingt die Banken ferner, ihre Kontogebühren so zu veröffentlichen, dass auch Verbraucher ohne besondere Fachkenntnisse die verschiedenen Angebote problemlos vergleichen können. Zudem soll Kunden der Wechsel der Bank erleichtert werden - die Institute müssen deshalb dafür sorgen, dass ein "Konto-Umzug" in Zukunft maximal zehn Tage dauert.

Trotz ihrer Zustimmung zum Gesetzentwurf der Koalition meldete die Opposition noch Nachbesserungsbedarf an. Beim Jedermann-Konto vermisst etwa die Linke eine klare Begrenzung der Kontoführungsgebühren. Für einkommensschwache Kunden seien auch jährliche Gebühren von 40 oder 50 Euro nicht unerheblich, sagte der finanzpolitische Sprecher der Linksfraktion, Axel Troost.

Die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Nicole Maisch, hält zudem die Regelungen für Flüchtlinge und Asylbewerber für nicht ausreichend. Derzeit scheitern viele Flüchtlinge wegen nicht akzeptierter Identitätsnachweise an der Eröffnung eines Kontos. Viele Banken verweisen darauf, dass sie auch internationale Vorgaben bei der Identifizierung von Geschäftspartnern beachten müssten.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

BGH prüft Paypal-Käuferschutz - Wie sicher ist der Kunde?
Wer seinen Online-Einkauf per Paypal bezahlt, genießt einen Käuferschutz. Erhält man die Ware nicht oder ist mit ihr unzufrieden, wird das Geld zurückgezahlt. Doch …
BGH prüft Paypal-Käuferschutz - Wie sicher ist der Kunde?
Neue Vorgaben für Pommes, Chips und Kekse
Ob Pommes frites, Chips oder Kekse - viele Esswaren schmecken am besten, wenn sie schön knusprig sind. Doch beim Rösten, Backen und Braten ensteht auch der …
Neue Vorgaben für Pommes, Chips und Kekse
Achtung: Diese neun Duschfehler machen Sie garantiert auch
Wenig oder öfter duschen, heiß oder kalt, Haare waschen oder nicht: Es ranken viele Mythen ums Thema Duschen. Erfahren Sie hier, was wirklich wichtig ist.
Achtung: Diese neun Duschfehler machen Sie garantiert auch
Resturlaub 2017: Das müssen Sie jetzt darüber wissen
Viele fragen sich, was mit ihren ungenutzten Urlaubstagen passiert: Wann verfällt der Resturlaub? Kann ich ihn ausbezahlen lassen? Was passiert bei Kündigung?
Resturlaub 2017: Das müssen Sie jetzt darüber wissen

Kommentare