Glühwein, Schuss & Bratwurst

Christkindlmärkte im Preisvergleich

München - Wer der schönere von beiden ist, darüber lässt sich streitenn, aber wo muss der Besucher mehr Geld lassen? Ein kleiner Bummel über den Christkindlmarkt am Marienplatz und über das Winter-Tollwood auf der Theresienwiese, mit unbeirrbarem Blick auf die Preistafeln.

Dass der Glühwein in diesem Jahr teurer wird, darauf hat schon Ende November der Vorsitzende des Bayerischen Landesverbands der Marktkaufleute und Schausteller in München seine Kunden vorbereitet. Erich Hochreitner kündigte an, den Glühweinpreis an seinem Stand am Marienplatz um 50 Cent anzuheben – und genauso haben es auch alle anderen Händler um ihn herum gemacht. Das Haferl mit 0,2 Liter rot oder weiß kostet überall 3,50 Euro, den Schuss extra gibt’s für einen Euro.

Das sei ziemlich viel, findet selbst eine Verkäuferin eines Standes an der Weinstraße. „Aber was sollen wir machen: Der Strom ist teurer, der Wein ist teurer, und dazu kommen Standmiete und Umsatzpacht“, zählt sie auf. Klar, Absprachen mit den Nachbarständen gebe es auch. Ihre Kenntnisse beschränken sich aber auf das Marienplatz-Areal: Sie kann nur das Gerücht weitergeben, dass auf dem Tollwood alles sogar noch ein bisschen mehr koste. „Das Publikum ist dort auch ein anderes. Zu uns kommen die Touristen und die Leute, die zum Einkaufen in der Stadt sind und beim Schlendern einen Glühwein trinken wollen.“

Auf das Tollwood auf der Theresienwiese dagegen gehen vorwiegend Besucher, die ein konkretes Ziel vor Augen haben: den Feuerzangenbowlenstand zum Beispiel oder die Lieblingsbratwurstbude. „Bei uns ist es daher viel wichtiger, dass wir auch ein paar Stammkunden binden“, sagt Jo Mörsch von der „Schwedenbar“. „Die Kollegen auf dem Marienplatz sind darauf mit ihren Touristen nicht so angewiesen.“

Tatsächlich ist das alkoholische Aufwärmen auf dem Tollwood denn auch eine ganze Umdrehung günstiger. Bei den meisten Ständen kostet das Haferl drei oder 3,20 Euro. Der Schuss Rum allerdings ist mit 1,80 bis zwei Euro vergleichsweise teuer.

Außerdem muss man wie auf dem Marienplatz drei Euro Pfand für das Haferl einplanen. Die gibt es bei regelkonformem Verhalten freilich zurück – gerade recht für ein paar Maroni. Auf dem Marienplatz gibt es dafür zehn Stück in die Tüte, auf dem Tollwood sind es nur acht.

Die Bratwurst in der Semmel kostet auf beiden Märkten um 3,50 Euro, bei einigen Ständen ist Currysauce sogar wahlweise inklusive. Rahmschmankerl, also (Holz-) Ofenbrot mit saurer Sahne und Belag, kostet auf dem Marienplatz 3,50 Euro, auf dem Tollwood 30 Cent mehr. Sein großer Bruder, der Flammkuchen, kostet hier sogar fünf Euro.

Kompliziert wird es bei den Reiberdatschi: Wer sie am liebsten pur isst, bezahlt auf dem Tollwood mit 3,30 Euro weniger als an der Kaufinger Straße. Dort kosten sie 3,50 Euro, dafür ist Apfelmus schon inklusive, das auf dem Tollwood wiederum einen Euro extra kostet.

Fazit: Wer den Schwerpunkt auf Glühwein legt, kommt auf dem Tollwood deutlich günstiger weg. Wer allerdings nicht auf den extra Schuss Rum verzichten will, zahlt insgesamt auf dem Marienplatz weniger. Die gängigen Schmankerl liegen dort im preislichen Mittelfeld. Auf dem Tollwood gibt es deutlich mehr Auswahl, die auch noch in der Regel bio ist, und daher zum Teil einen Tick teurer.

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Katharina Fuhrin

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