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Dachfonds investieren das Geld der Anleger in andere Fonds. Foto: Andrea Warnecke

Dachfonds - Ein Zuhause für einzelne Fonds

Hohe Erträge - davon träumen Anleger. Große Hoffnungen setzen einige in sogenannte Dachfonds. In diesen stecken mehrere einzelne Fonds. Das Risiko soll so möglichst niedrig, die Rendite hoch gehalten werden.

Stuttgart (dpa/tmn) - Der Dachfonds bündelt das Geld der Anleger und steckt es in viele einzelne Fonds - beispielsweise in Rentenfonds, in Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Nordamerika oder in Fonds, die in rasch wachsende Technologieaktien investieren.

Der Fondsmanager eines Dachfonds entscheidet, welche Fonds er für aussichtsreich hält - wo er also das Geld des Anlegers investiert. Auf diese Weise soll das Anlegergeld stets die höchsten Erträge erzielen. "Diesen Erwartungen werden die Dachfonds aber nicht gerecht", warnt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Aus zwei Gründen: Zum einen nagen höhere Kosten für das doppelte Fondsmanagement an der Rendite. Diese Kosten fallen unabhängig davon an, ob die Strategie aufgeht. Zum anderen könne niemand die Wertentwicklungen einzelner Fonds zuverlässig voraussehen.

Ein weiteres Versprechen der Anbieter lautet: Der Dachfonds ermöglicht dem Anleger eine noch breitere Streuung - und damit weniger Risiko. Das klingt gut. Aber auch dieses Argument entkräftet Nauhauser: "Theoretisch stimmt das. Aber praktisch gesehen, gibt es auch viele Indexfonds oder Aktienfonds, welche die Risiken bereits extrem breit und damit völlig ausreichend streuen." Das sei also in erster Linie ein Verkaufsargument der Anlageberater.

Der Verbraucherschützer rät Anlegern: "Die Kosten einer doppelten Verwaltung von mitunter mehr als zwei Prozentpunkten jährlich kann man sich sparen." Bei Indexfonds oder ETFs sei eine ähnlich gute Streuung möglich zu einem Bruchteil dieser Kosten.

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