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Reiten tut dem Rücken gut. Wer auf einem Pferd sitzt, muss die Bewegung des Tieres ausgleichen und aktiviert damit Muskeln, die sonst kaum erreicht werden. Foto: Axel Heimken/dpa

Ständiges Ausbalancieren

Darum ist Reiten gut für den Rücken

Wer noch nie geritten ist, glaubt vielleicht, dass dabei eigentlich nur das Pferd trainiert wird. Doch das stimmt nicht. Auch dem Reiter hilft es, fit zu bleiben. Vor allem seine Rückenmuskulatur profitiert davon.

Warendorf (dpa/tmn) - Links, rechts, auf, ab, vor, zurück: So bewegt sich der Rücken eines Pferdes - und das im Gleichklang. Wer auf diesem Rücken sitzt, muss die Bewegung des Tieres permanent ausgleichen.

"Aktiviert werden dabei auch ganz kleine Muskeln, die man normalerweise nicht so gut erreicht", sagt Thomas Ungruhe, Leiter der Abteilung Breitensport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung.

"Und das Beste ist: Der Reiter kann sich der Bewegung nicht entziehen." Das sei auch der Grund, warum Einsteiger häufig nach 20 Minuten, in denen das Pferd nur im Schritt geht, schon aus der Puste sind. Steigern lasse sich das Ganze dann beliebig durch Trab, Galopp oder andere Sitzpositionen.

Einen guten Ausgleich bietet Reiten Menschen, die viel am Schreibtisch sitzen. Auf dem Pferd bekommen sie nicht nur frische Luft und Tageslicht, sie mobilisieren auch genau den Teil des Körpers, der im Sitzen besonders belastet wird: den unteren Rücken. "Beim Reiten wird die Wirbelsäule gut aufgerichtet", ergänzt Ungruhe.

Wer noch nie Sport gemacht hat oder längere Zeit krank war, sollte allerdings beim Arzt klären lassen, ob Reiten für ihn geeignet ist. "Dagegen sprechen könnten akute Schmerzen oder Kreislaufprobleme", sagt Ungruhe. Angst, vom Pferd zu fallen, müsse man nicht haben: "Das Pferd wird in der Regel geführt."

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