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Eingewöhnungszeit im Hort: Die Anwesenheit der Eltern kann die Integration der Kinder erschweren. Foto: Uwe Anspach

Die erste Zeit im Hort: Eltern müssen nicht dabei sein

Für manche Kinder ist die erste Zeit im Hort eine Herausforderung: neue Gruppen, neue Kinder. Wie gelingt der Einstieg am besten? Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat da klare Vorstellungen.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Nicht alle Kinder finden sich direkt im Hort zurecht. Das gilt besonders dann, wenn der Hort nicht an direkt an die Schule angegliedert ist. Dann kommt das Kind mitunter in eine neue Gruppe.

"Nicht alle Kinder finden sich ohne Probleme in so ein neues Gefüge ein", erklärt Ilka Hoffmann, Vorstandsmitglied bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). "Das ist von Kind zu Kind unterschiedlich und definitiv eine Typfrage."

Von einer Eingewöhnung wie im Kindergarten rät sie ab. "Dafür sind die Kinder zu alt." Die Anwesenheit der Eltern kann die Integration in die neue Umgebung sogar erschweren. "Das lädt Kinder dazu ein, den einfachen Weg zu wählen und sich einfach an die Eltern zu klammern." Stattdessen seien vielmehr die Erzieher gefragt, findet die Expertin. Sie müssen dem Kind helfen, sich in der Gruppe zurechtzufinden. "Das gelingt über Spiele und andere Gemeinschaftsaktivitäten."

Wenn das Kind sich über den Hort beschwert, sollten Eltern nicht einfach abwiegeln. Ursachenforschung ist angesagt: "Man fragt den Nachwuchs: Was stört dich?" Reine Schwarzmalerei führt dabei jedoch nicht zum Ziel. "Es gilt auch, Dinge herauszufinden, die dem Kind am Hort gefallen", sagt Hoffmann. Daraus können Ansätze abgeleitet werden, wie sich das Kind künftig wohler im Hort fühlt.

Die geäußerten Wünsche des Kindes sollte man dann offen mit dem Hort-Personal besprechen, rät sie. "Bei der Akklimatisierung hilft auch, wenn die Erzieher wissen, wie das Kind tickt." Ist der eigene Nachwuchs eher schüchtern, sollte man das den Erziehern ruhig direkt sagen. Dann können sie gezielter entgegensteuern.

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