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Wer eine nahestehende Person vermisst, kann die Rettungsdienststellen, Krankenhäuser und die Polizei anrufen, um herauszufinden, was passiert ist. Foto: Jens Kalaene

Einfach weg: Was tun, wenn jemand plötzlich verschwindet?

Familie und Freunde sind oft zu recht alarmiert, wenn jemand nicht mehr nach Hause kommt oder längere Zeit nicht zu erreichen ist. Ob ein Unfall oder ein Verbrechen passiert ist, können Angehörige etwa bei der Polizei erfragen.

Stuttgart (dpa/tmn) - Für Familienangehörige und Freunde ist das eine Horrorvorstellung: Jemand verschwindet plötzlich aus seinem gewohnten Umfeld, es gibt vielleicht einzelne Lebenszeichen - aber ein ungutes Gefühl oder große Sorgen bleiben.

Verlässt ein Erwachsener plötzlich sein Lebensumfeld und gibt es Anhaltspunkte dafür, dass er in Gefahr ist, sollte man auf jeden Fall bei der Polizei eine Vermisstenanzeige stellen, empfiehlt Andreas Mayer, Leiter der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes in Stuttgart. Aber auch, wenn es keine klaren Zeichen dafür gibt, dass der Vermisste in Gefahr sein könnte, kann man zur Polizei gehen, erläutert der Experte.

Die Polizei kann dann beispielsweise prüfen, ob es einen nicht identifizierten Toten gibt, bei dem es sich um den Vermissten handeln könnte. Auch eine Handyortung ist denkbar. Eine öffentliche Fahndung hingegen sei "die Ultima Ratio, da sie schon extrem in die Privatsphäre eingreift", sagt Mayer.

Auch, wenn jemand zum Beispiel nach einer Party nicht nach Hause kommt, machen sich Angehörige und Freunde oft schon nach kurzer Zeit große Sorgen. Darauf richtig zu reagieren, hängt vom Einzelfall ab, sagt Mayer: "Wenn jemand sonst zuverlässig ist, nicht nach Hause und nicht zur Arbeit kommt, dann sollte man schon etwas unternehmen." So könne man die Rettungsdienststellen, Krankenhäuser und die Polizei anrufen. Hilfreich ist auch, dort ein Foto des Vermissten abzugeben.

Falls der Vermisste allein wohnt, sollte man auf alle Fälle auch persönlich bei der Wohnung vorbeifahren - oder jemanden darum bitten, der in der Nähe wohnt. "Vielleicht hat die Person auch gesundheitliche Probleme und ist hilflos, dann kann man die Tür aufbrechen lassen", sagt Mayer.

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