+
Eine Heimfahrt pro Woche ist von der Steuer absetzbar. Foto: Jens Schierenbeck

Finanzamt an doppelter Haushaltsführung beteiligen

München (dpa/tmn) - Ein neuer Job oder eine Versetzung - immer wieder müssen Beschäftigte aus beruflichen Gründen einen zweiten Hausstand gründen. Finanziell muss das Pendeln keine große Belastung darstellen, viele Kosten können beim Finanzamt geltend gemacht werden.

Pendler können das Finanzamt an der doppelten Haushaltsführung beteiligen. Denn wer für den Job einen zweiten Haushalt gründen muss, kann viele der damit verbundenen Kosten als Werbungskosten absetzen. Darauf weist die Lohnsteuerhilfe Bayern hin. Welche Kosten geltend gemacht werden können im Überblick:

Umzugskosten:Das Finanzamt beteiligt sich unter anderem an den Kosten für den Umzug in die Wohnung am Arbeitsplatz. Auch Ausgaben für notwendige Einrichtungsgegenstände für die Zweitwohnung erkennt das Finanzamt in der Regel an. Allerdings können dabei im gleichen Jahr in vollem Umfang nur Gegenstände bis zu einem Wert von 410 Euro abgesetzt werden. War die Anschaffung teurer, muss der Betrag über mehrere Jahre abgeschrieben werden.

Unterkunftskosten: Auch die Unterkunftskosten erkennt das Finanzamt an. Hier gilt seit 2014 eine 1000-Euro-Höchstgrenze. Das heißt: Alle nachgewiesenen Ausgaben, von der Miete über Betriebskosten bis hin zum Kfz-Stellplatz können bis zu diesem Höchstbetrag monatlich geltend gemacht werden. Die 1000-Euro-Grenze ist dabei als Durchschnittswert für das Gesamtjahr zu sehen. Bis 2013 waren hier noch Wohnungsfläche und ortsübliche Mietpreise relevant.

Heimfahrten: Als Werbungskosten anerkannt wird auch eine Heimfahrt pro Woche. Hier kann eine Entfernungspauschale in Höhe von 0,30 Euro pro Kilometer angesetzt werden. Maßgeblich ist die Distanz zwischen der ersten Tätigkeitsstätte und der Hauptwohnung. Können auswärts Beschäftigte aus beruflichen Gründen einmal nicht nach Hause fahren, ist in Einzelfällen auch die Fahrt von Ehegatten und Kindern an den Beschäftigungsort abzugsfähig.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Stiftung Warentest: So absurd sind die Bankgebühren wirklich
Die Banken haben mit dem Niedrig-Zins zu kämpfen. Ausbaden muss es der Kunde. Stiftung Warentest hat dazu die Gebühren fürs Girokonto unter die Lupe genommen.
Stiftung Warentest: So absurd sind die Bankgebühren wirklich
Zwölf Prozent der Urlauber erholen sich nicht richtig
Eigentlich sollte der oft langersehnte Sommerurlaub dazu dienen, neue Kraft zu schöpfen. Doch kommen Urlauber wirklich immer dazu, sich von den Strapazen den Alltags zu …
Zwölf Prozent der Urlauber erholen sich nicht richtig
Dieser Mann isst jeden Tag Pizza - und so sieht er jetzt aus
Ein Mann isst jeden Tag Pizza – und nimmt dabei sogar ab. Aber nicht nur das – außerdem ist mit seinem Körper in dieser Zeit Unglaubliches passiert.
Dieser Mann isst jeden Tag Pizza - und so sieht er jetzt aus
Er fand den wohl ärgerlichsten Paketboten-Zettel Bayerns
Das toppt den Benachrichtigungszettel, über den wir kürzlich berichtet hatten, noch locker: Ein Leser hat den wohl ärgerlichsten Paketboten-Zettel Bayerns gefunden.
Er fand den wohl ärgerlichsten Paketboten-Zettel Bayerns

Kommentare