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Wie kann man sich vorbereiten, wenn eine Flut kommt? Foto: Armin Weigel

Die Flut kommt: Haus, Hof und Familie vorbereiten

Es geht schnell, wenn der Starkregen fällt oder das Flussufer die Wassermassen nicht mehr bändigen kann - und schon steht das Hab und Gut unter Wasser. Sieben Tipps zur Vorbereitung des Hauses.

Bonn (dpa/tmn) - Die Angst ist jetzt da: Die starken Regenfälle und rasend schnell steigende Flusspegel haben zahlreiche Ortschaften überflutet. Wer die Bilder sieht, wie aus kleinen Bächen reißende Fluten werden, bekommt Angst um Hab und Gut.

Wie kann man im Fall von Unwetterwarnungen und Hochwasserprognosen das Haus vorsorglich schützen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und das Bundesumweltministerium raten:

1.) In allen Räumen, die geflutet werden können, sollten elektrische Geräte und auch die Heizung vom Stromnetz genommen werden. Oder im Ernstfall dann gar die Sicherungsschalter für das ganze Haus umlegen. Sonst kann es im Wasser zu einem Kurzschluss kommen, und das ist beim Ausräumen später eine tödliche Gefahr.

2.) Zu viel Regen kann die Straßenkanalisation nicht aufnehmen - und das Wasser drückt durch die Abflüsse ins Haus. Eine Rückstauklappe verschließt von unten die Rohre. Deren Funktionsfähigkeit jetzt überprüfen.

3.) In gefährdeten Räumen, also vornehmlich im Keller, alles rausräumen, was möglich ist. Das gilt besonders für gefährliche Stoffe oder Chemikalien. Wasser darf sie nicht erreichen. In der Eile nicht vergessen: auch den Garten absichern und die Garage ausräumen.

4.) Ein Heizöltank muss gesichert sein gegen Auftrieb. Er muss notfalls an der Wand verankert oder mit Ballast beschwert werden.

5.) Natürlich können bei geringen Überschwemmungen der Straßen Sandsäcke das Haus schützen - sie kommen vor Türen, Fenster und auch Schächte. Diese jetzt vorbereiten und bereitlegen. Auch Schalbretter, wasserfeste Sperrholzplatten und Silikon zum Abdichten tun gute Dienste. Wirkungsvoller sind Dammbalkensysteme, die vor die Eingänge eines Gebäudes gesetzt werden. Passgenau zugeschnittene Einsätze für Eingangs- und Fensteröffnungen gibt es auch im Handel, die sogenannten Schotts. Sie sollten Profildichtungen haben.

6.) Es kann nicht schaden, Notgepäck vorzubereiten. Die wichtigsten Dokumente gehören hinein. Und: Eine Liste des Eigentums erstellen, um später die Schäden einfacher den Versicherungen melden zu können. Hilfreich sind hier Fotos vom Zustand vor der Katastrophe. Die Dateien bei Verwandten oder Bekannten lagern.

7.) An die Zeit mit dem Wasser denken: Campingkocher, netzunabhängiges Radio und Taschenlampen mit Reservebatterien besorgen oder herrichten.

Infos des Umweltbundesamtes

Hochwasserschutzfibel des Bundesumweltministeriums

Notfallbroschüre des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Tipps des Bayerischen Innenministeriums

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