+
Ob und wie oft das Finanzamt eine Außenprüfung in einem Betrieb durchführt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von der Größe des Betriebes. Foto: Armin Weigel

Für Betriebsprüfung gelten ab 2016 neue Abgrenzungsmerkmale

Je größer der Betrieb, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Finanzamt für eine Außenprüfung vorbei schaut. Im Januar 2016 werden neue Merkmale für die Einteilung der Betriebe in verschiedene Größenklassen eingeführt.

Berlin (dpa/tmn) - Eine Betriebsprüfung kann ein Unternehmen jederzeit treffen. "Routinemäßig oder aus besonderem Anlass untersuchen die Prüfer der Finanzämter Betriebe", erklärt Constanze Grüning vom Bund der Steuerzahler.

Von der Finanzverwaltung festgelegte Größenklassen können Hinweise darauf liefern, in welchen Abständen geprüft wird. Großbetriebe werden beispielsweise lückenlos geprüft. Andere Betriebe wie Mittel-, Klein- oder Kleinstbetriebe sollen in einem bestimmten Turnus geprüft werden.

Alle drei Jahre legt die Finanzverwaltung neue Abgrenzungsmerkmale fest, um kleine, mittlere und große Betriebe anhand ihrer Umsatzerlöse oder ihres steuerlichen Gewinns voneinander abzugrenzen. Zuletzt wurden die Abgrenzungsmerkmale zum Jahresbeginn 2013 festgelegt. Ab dem 1. Januar 2016 gelten neue Größenklassen. Die genauen Abgrenzungsmerkmale finden Interessierte im Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 9. Juni 2015, das unter www.bundesfinanzministerium.de zum Download zur Verfügung steht.

Ein Handelsbetrieb mit einem Umsatzerlös bis 7,3 Millionen Euro gilt derzeit als Großbetrieb. Ab dem 1. Januar geht die Finanzverwaltung von einem Großbetrieb aus, wenn mehr als acht Millionen Euro Umsatzerlöse erwirtschaftet wurden. Entscheidend ist zudem die Betriebsart. So gelten für Handelsbetriebe, Fertigungsbetriebe, Kreditinstitute und Freie Berufe unterschiedliche Grenzwerte.

Wichtig zu beachten: Die Abgrenzungsmerkmale bieten lediglich einen Anhaltspunkt, wie häufig mit einer Betriebsprüfung zu rechnen ist. Unabhängig davon steigt die Wahrscheinlichkeit einer Prüfung, wenn die Finanzbeamten Unregelmäßigkeiten oder ungewöhnliche Zahlungsvorgänge feststellen. So zum Beispiel, wenn Umsätze stark schwanken oder sich bei älteren Prüfungen erhebliche Nachzahlungen ergeben haben.

Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 9. Juni 2015

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wie bewerbe ich mich richtig? Tipps rund um die Bewerbung
Was gehört in die Bewerbung? Wie sieht ein gutes Anschreiben aus? Wie setzen Sie sich von anderen Bewerbern ab? Hier finden Sie eine umfassende Übersicht.
Wie bewerbe ich mich richtig? Tipps rund um die Bewerbung
Frau bestellt Gürtel bei Amazon - und ist entsetzt über Lieferung
Mal schnell ein kleines Accessoire bei Amazon bestellen? Das kann womöglich nach hinten losgehen - eine Frau staunte zumindest nicht schlecht über ihr Paket.
Frau bestellt Gürtel bei Amazon - und ist entsetzt über Lieferung
Junge Mutter nimmt krass ab - aus diesem tragischen Grund
Ein Schicksalsschlag erschüttert eine junge Mutter. Aus Angst um ihr Leben, krempelt sie ihre Ernährung komplett um. Mit erstaunlichen Folgen.
Junge Mutter nimmt krass ab - aus diesem tragischen Grund
Was mit Müttern passiert, wenn die Kita kostenlos ist
Gehen mehr Mütter arbeiten, wenn die Kita kostenlos ist? Mit dieser Frage hat sich eine neue Studie beschäftigt. Das Ergebnis überrascht - in vielerlei Hinsicht.
Was mit Müttern passiert, wenn die Kita kostenlos ist

Kommentare