Tomaten haltbar machen wie bei Oma – so konserviert man den Sommer im Glas
Die Sommermonate bringen eine reiche Ernte an Tomaten. Wie Sie die Früchte durch traditionelles Einwecken auch im Winter genießen können.
Die Sommerzeit ist die Haupterntezeit für Tomaten. Egal ob es sich um einen Überschuss aus dem eigenen Garten oder um italienische San Marzano aus dem Supermarkt handelt, jede Sorte eignet sich zum Einmachen. Wichtig ist nur, dass die Tomaten reif und frei von Fäulnis und Schimmel sind. Selbst aufgeplatzte Tomaten können auf diese Weise noch genutzt werden. Das Einkochen in Gläsern, eine Methode, die schon von unseren Großmüttern genutzt wurde, ist unkompliziert. Man muss lediglich auf Sauberkeit achten.
Das Einkochen von Tomaten: Sauberkeit ist das Wichtigste

Für diejenigen, die im eigenen Garten eine Vielzahl von Tomaten zur Verfügung haben, empfiehlt es sich, Sorten mit viel Fruchtfleisch und wenigen Kernen zu wählen, wie beispielsweise Fleischtomaten oder Roma-Tomaten. Cocktailtomaten hingegen zeichnen sich durch ihre Süße aus und eignen sich auch hervorragend zum Fermentieren. Wer ganze Tomaten einmachen möchte, sollte eher kleinere Exemplare auswählen.
Das Einmachen hat den Vorteil, dass die Tomaten länger haltbar sind. Darüber hinaus steigert das Erhitzen die Verfügbarkeit gesunder Inhaltsstoffe und intensiviert ihr Aroma. Wer es vorzieht, kann die Tomaten vor dem Einmachen häuten, dies ist jedoch nicht zwingend notwendig. Um eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten und Schimmelbildung zu verhindern, muss das verwendete Zubehör allerdings hygienisch einwandfrei sein. Die Einmachgläser und Deckel sollten vor der Verwendung mit kochendem Wasser sterilisiert werden. Geeignete Gläser sind Einmach-Schraubgläser, Spannbügelgläser oder Weckgläser. Ein Küchenthermometer kann ebenfalls hilfreich sein.
Die benötigten Zutaten sind:
- 2 kg Tomaten
- 2 EL Salz
- 2 EL Zucker
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Anleitung zum Einmachen von ganzen Tomaten in fünf Schritten
- Die Tomaten werden gewaschen und geschält oder mehrmals mit einem Zahnstocher eingestochen, wenn sie ganz verwendet werden sollen. Die Stielansätze werden entfernt.
- Füllen Sie die Tomaten in die sterilisierten Einmachgläser.
- In einem Topf wird ein Liter Wasser mit Salz und Zucker aufgekocht und die Mischung in die Tomatengläser gefüllt, sodass etwa zwei Zentimeter Platz zum Deckel bleiben.
- Verschließen Sie die Gläser fest und stellen Sie sie in einen großen Kochtopf. Es sollte so viel Wasser hinzugefügt werden, dass die Gläser mindestens zu drei Vierteln oder vollständig mit Wasser bedeckt sind. Das Wasser wird auf 90 °C erhitzt (gemessen mit dem Küchenthermometer) und die Tomaten 30 Minuten eingekocht.
- Nehmen Sie die Gläser vorsichtig heraus, am besten mit einem Glasheber.
Die Gläser sollten abkühlen und dabei möglichst nicht bewegt werden. Anschließend werden sie an einem dunklen und kühlen Ort wie dem Keller gelagert. Wenn der Deckel fest sitzt (dies sollte vorab überprüft werden), sind die eingemachten Tomaten über ein Jahr lang haltbar.
Alternative zum Einkochen im Topf: Der Backofen
Falls kein ausreichend großer Topf zur Verfügung steht, können die Tomaten auch im Backofen eingemacht werden: Der Backofen wird auf 180 °C vorgeheizt. Die Gläser werden auf ein tiefes Backblech gestellt und mit etwa 1,5 Liter heißem Wasser aufgefüllt. Die Tomaten mindestens 30 Minuten einkochen – die Zeit wird ab dem Moment gezählt, in dem in den Gläsern Bläschen aufsteigen.