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Wieder eine Preissenkung: Bei Lidl gibt es sie häufiger als bei Aldi.

Billigmärkte im Check

Aldi oder Lidl: Wer ist günstiger? Dieser Discounter liegt vorne

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Wer bei Edeka und Aldi einkaufen geht, weiß: Die Preisunterschiede sind immens. Wie schneiden Discounter im Vergleich ab? TV-Koch Nelson Müller hat Aldi und Lidl miteinander verglichen.

Für die Sendereihe "ZDFzeit" ging TV-Koch Nelson Müller auf die Suche nach dem günstigsten Discounter Deutschlands. Aldi und Lidl als bekannteste deutsche Billiganbieter waren sein Ziel - und einer von beiden schnitt tatsächlich besser ab, wenn auch nur knapp.

Aldi oder Lidl - Welcher Discounter ist der günstigste?

Für ihren Vergleich beobachteten Starkoch Müller und sein Team 15 Markenprodukte über neun Wochen hinweg. Die Überraschung: Lidl senkte zwar den Preis der Artikel häufiger als Aldi, allerdings war Aldi insgesamt günstiger. Mit einem durchschnittlichen Markenprodukt-Preis von 38,13 liegt Aldi Süd und Aldi Nord vor dem Konkurrenten Lidl, der dieselben Produkte im Schnitt für 38,16 verkauft.

Ein kleiner Unterschied, den Lidl mit seinem Sortiment wett machen kann. Der Discounter hat deutlich mehr Markenprodukte im Sortiment als Aldi: 950 Markenprodukte sind es bei Lidl, bei Aldi dagegen 160 Produkte. Wer gerne Bio kauft ist allerdings bei Aldi an der besseren Adresse: Aldi Nord und Süd haben in der Regel rund 300 Bio-Produkte in den Regalen, bei Lidl sind es rund 200.

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Studie zeigt: Discounter haben zu wenige Fair-Trade-Produkte im Sortiment

Über niedrige Preise freut sich zwar der Geldbeutel, allerdings bedeuten sie auch, dass in der Produktion gespart und weniger hochwertige sondern kostengünstige Zutaten verwendet wurden. Und nicht zuletzt ist ein sehr niedriger Preis in vielen Fällen auch ein Indikator für nicht artgerechte Tierhaltung und schlechte Arbeitsbedingungen für die Menschen, die in der Produktion tätig sind.

Eine Studie der Hilfsorganisation Oxfam zeigte, dass Lidl und Aldi im Bereich Fair-Trade weit hinten liegen. So liegt Aldi Süd mit 19 Prozent, Lidl mit neun und Aldi Nord mit gerade mal fünf Prozent weit hinten zurück, wenn es um faire Arbeitsbedingungen für die Produzenten der verkauften Lebensmittel geht. "Oxfam schreibt in der Studie, dass zwar erste Schritte zu erkennen seien, diese aber auch gegangen werden müssten. Bis dahin sollten wir Verbraucher uns überlegen, dass die sehr niedrigen Preise immer zulasten anderer entstanden sind!" zitiert die Bild Nelson Müller, der für bewusstes Einkaufen plädiert. Währenddessen müssen Aldi-Kunden im Moment aufpassen, denn der Discounter verzichtet im Gegensatz zur Konkurrenz auf eine wichtige Angabe.

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jg

"Gut und günstig": Diese zehn Marken lieben die Deutschen - doch Sieger ist nicht Aldi

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