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Online-Shoppen ist bequem - wer allerdings nicht aufpasst, muss schnell draufzahlen.

Lieber kein Apple nutzen

Amazon: Dreiste Preis-Abzocke bei Einkauf mit dem Smartphone

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Online-Shopping ist beliebt wie nie. Spitzenreiter ist dabei das Versandhaus Amazon. Was wenige wissen: Es wendet fiese Tricks an, damit Sie mehr draufzahlen.

Viele – vor allem junge – Deutsche bevorzugen immer öfter Online-Shopping. Schließlich ist es bequem, geht blitzschnell – und die Ware wird direkt ins Haus geliefert. Einer der größten und beliebtesten Online-Versandhäuser ist hierbei Amazon. Doch Experten sehen den Trend kritisch.

Trend Online-Shopping: Handelsriesen ziehen Kunden Geld aus der Tasche

Der Grund: Es soll einen Algorithmus nutzen, das potentielle Kunden in die Irre führt. Angeblich sollen Amazon & Co. nicht nur dafür sorgen, dass ihre Ware als erstes bei den Suchergebnissen erscheint, sondern auch das Klickverhalten der Nutzer auswerten.

Zudem können sie sogar nachverfolgen, ob der Käufer von einem Smartphone, Tablet oder PC aus die Webseiten besuchen. Das Fiese daran: Je nachdem, mit welchem Endgerät Sie sich einloggen, wird der Warenpreis anders angezeigt. So berichtet zumindest das SWR-Magazin "Marktcheck".

Amazon-Preise: Apple-Nutzer müssen richtig blechen

Ihr Ergebnis der Recherche: Diejenigen, die Apple nutzen, müssen teils höhere Preise zahlen als andere. Da die Produkte teurer sind als Vergleichsprodukte anderer Anbieter, geht Amazon davon aus, dass die potentiellen Käufer auch mehr Geld in der Tasche haben. Und damit also auch zahlkräftiger sind.

Angeblich soll der Handelsriese das auf Anfrage bestritten haben – dennoch soll er später zugegeben haben, dass die Preise tatsächlich je nach Kunde abgeändert werden. Und sogar diejenigen, die die App heruntergeladen haben, müssen draufzahlen. Der Grund: Angeblich geht man davon aus, dass App-Nutzer zu bequem sind, Preise zu vergleichen.

Dynamic Pricing: So spionieren Amazon & Co. ihre Käufer aus

Verbraucherzentralen sprechen hier auch von "Dynamic Pricing" (zu Deutsch: "dynamisches Preismanagement") und kritisieren die Vorgehensweise der Handelsriesen scharf. "Wenn ein digitaler Fußabdruck für meine Preisgestaltung verantwortlich ist, dann ist das in hohem Maße intransparent", erklärt Kathrin Körber von der Verbraucherzentrale Niedersachsen gegenüber dem Business Insider.

Außerdem handele es sich hierbei um eine Bevormundung des Verbrauchers – schließlich kann er so gar nicht einsehen, ob es die Ware gerade noch bei einem günstigeren Anbieter gibt. Eine Zumutung – weshalb sich auch immer mehr Käufer bei den Verbraucherzentralen melden und beschweren.

Sie berichten sogar von höheren Preisen, die abends oder am Wochenende anfallen. Also zu der Zeit, wo die meisten Nutzer Zeit haben, auf den Online-Portalen zu surfen. Doch was können Sie dagegen tun?

So wehren Sie sich gegen Dynamic Pricing

Die Verbraucherzentralen raten dazu, sich zu wehren beziehungsweise den Algorithmus folgendermaßen auszutricksen: "Es gibt Möglichkeiten, sich zumindest teilweise vor zu hohen Preisen zu schützen. Beispielsweise kann es helfen, Cookie-Dateien regelmäßig zu löschen, oder den Inkognito-Modus des Internetbrowsers zu verwenden, damit die Online-Shops nicht sofort alle Daten über mich erhalten", empfiehlt Körber.

Schließlich seien Cookies dazu da, dass Webseiten die Besuche ihrer Nutzer nachverfolgen und speichern können. Außerdem ist der Algorithmus nicht dumm – er versteht schnell, wenn Sie zum Beispiel bereits mehrere teure Elektrogeräte derselben Kategorie miteinander verglichen haben. So erkennt er, wie dringend Sie ein Produkt benötigen und wie viel Sie dafür bereit sind, auszugeben.

Zudem sollten Sie, wenn Sie per Smartphone online shoppen, nicht die App des Shops benutzen, sondern Ihren Internetbrowser. "Auch wenn die Onlineshops keine Namen, Adressen oder Telefonnummern erfahren – das digitale Profil der Kunden ist absolut gläsern und wird von den Internetseiten zu deren Vorteil genutzt", erklärt Körber.

Schließlich mache es Sinn, Vergleichsportale heranzuziehen, als direkt bei einem Shop nach einem entsprechenden Produkt zu suchen. So erhalten Sie am Ende vielleicht eine günstigere Alternative auf einer anderen Seite, die Sie sonst nie erfahren hätten.

Auch interessant: So finden Sie den günstigsten Preis auf Amazon. Außerdem können Sie hier nachlesen, wie Amazon das Rücksende-Problem lösen möchte.

Von Jasmin Pospiech

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