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Für rund 300.000 Euro hat eine Bank Falschgold angekauft.

Von Jugendlichem reingelegt

Jugendlicher zockt Bank mit falschen Goldbarren ab und kassiert 300.000 Euro

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Über drei Monate hinweg verkaufte ein Jugendlicher falsche Goldbarren und -münzen an eine Bank in Göttingen. Die bemerkte die Fälschungen nicht.

Es klingt wie ein schlechter Film. Im Jahr 2016 kommt ein 18-Jähriger in eine Bank und bietet vier Goldbarren zum Verkauf an. Dass es sich dabei um Falschgold handelte, bemerkte die Bank nicht. Von seinem unverhofften Glück angestachelt, versuchte der Jugendliche noch mehr Falschgold zu verkaufen – mit Erfolg. Steht aber jetzt vor Gericht.

Bank kauft 256 gefälschte Goldbarren an und merkt es nicht

Wie der NDR berichtet, konnte der junge Mann innerhalb von drei Monaten über 300.000 Euro von der Bank ergaunern. In diesem Zeitraum soll er 256 Goldbarren und zwei Goldmünzen verkauft haben. Misstrauisch wurde bei der Bank offenbar niemand.

Erst als die Bank versucht habe, das Gold an ein anderes Geldinstitut zu verkaufen, sei der Betrug aufgeflogen. Die Barren sowie deren Verpackung seien täuschend echt gesehen. Aus einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen geht hervor, dass das Falschgold aus China stammen könnte.

Dort würden Barren aus Kupfer, Messing oder Wolfram mit einer Goldschicht überzogen. Diese könne man dann im Internet kaufen. Normalerweise kaufen Banken Gold nur unter Vorbehalt an und prüfen dieses, berichtet der NDR weiter. Warum in diesem Fall diese Vorgehensweise ignoriert wurde, ist nicht bekannt.

Lesen Sie hier: Weist Ihre 2-Euro-Münze dieses Merkmal auf? Dann sind fast 150.000 Euro drin.

So prüfen Experten die Echtheit von Gold

Wie ein Sprecher der Bundesbank erklärt, können Experten Falschgold mit einfachen Methoden erkennen. Dafür gibt es visuelle Überprüfungen, eine Klangprobe und weitere sensorische Prüfungen.

Sollten die Ergebnisse danach immer noch unschlüssig sein, könne man weitere Prüfmöglichkeiten nutzen. Dazu gehören die elektrische Leitfähigkeit, die Ultraschallprüfung oder die Bestimmung der spezifischen Dichte.

Von den rund 300.000 Euro konnten die Behörden noch etwa 183.000 Euro sicherstellen. Ein Urteil in dem Betrugsprozess steht noch aus. Zunächst müssen noch Einzelheiten zum Schaden überprüft werden. So lange sei das Verfahren ausgesetzt.

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anb

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