40.000-Dollar-Marke geknackt

Bitcoin erreicht neuen Rekordwert – aber Experten warnen vor diesen Risiken

  • Anne Hund
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Wer in Bitcoin investiert, sollte starke Nerven haben. Nach dem Allzeit-Hoch im Jahr 2017 klettert die Kryptowährung auf neue Rekorde. Doch Experten warnen vor Risiken.

Update vom 08.01.2021: Der Ansturm auf Digitalwährungen wie Bitcoin* geht weiter. Am Donnerstag (7. Januar) setzte die älteste und bekannteste Kryptowährung ihre von starken Kursschwankungen begleitete Rekordjagd fort: Auf der Handelsplattform Bitstamp kostete ein Bitcoin erstmals mehr als 40.000 US-Dollar, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Abend berichtete. Im Hoch wurden demnach rund 40.330 Dollar erreicht. Der Kurs stieg damit um über 12 Prozent an einem Tag, so die Nachrichtenagentur. Der drastische Kursanstieg erfasse mittlerweile auch andere Digitalwährungen und lasse das gesamte Marktvolumen erstmals über eine Billion Dollar steigen.

Im Corona-Jahr 2020 habe sich kaum eine Anlage an den Börsen so gut entwickelt wie der Bitcoin. Im vergangenen Jahr gehörte das „digitale Gold“, wie der Bitcoin mitunter genannt wird, demnach zu den Finanzanlagen mit den stärksten Kursgewinnen. Doch Kritiker sehen den Berichten zufolge auch Gründe, vorsichtig zu sein und warnen vor möglichen Risiken.

Bitcoin ist gerade wieder auf Erfolgskurs.

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Bitcoin im Höhenflug – doch Experten warnen vor Risiken

Artikel vom 04.12.2020: Wer in Bitcoin investiert, sollte besser starke Nerven mitbringen. Nach dem Allzeit-Hoch im Jahr 2017 kletterte die Kryptowährung in diesen Tagen auf neue Rekorde. Am Dienstag (1. Dezember) erreichte der Bitcoin mit 19.918 Dollar auf der Handelsplattform „Bitstamp“ zwischenzeitlich ein Rekordhoch, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete. Am frühen Nachmittag sei der Kurs aber bis auf 18.100 Dollar abgestürzt.

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Wert der Kryptowährung Bitcoin hat ordentlich zugelegt

Bereits tags zuvor hatte die Kryptowährung sogar das etwa drei Jahre alte Rekordhoch von Ende 2017 übertroffen und zeitweise deutlich über 19.800 US-Dollar notiert, wie Tagesschau.de (Stand: 1. Dezember 2020) schrieb. Auf der Handelsplattform „Bitstamp“ sei damals ein Höchststand von 19.666 Dollar markiert worden. Allerdings gelte es zu beachten, dass es zahlreiche Plattformen gebe, sodass die jeweiligen Rekordstände etwas voneinander abweichen. Allen Plattformen, so berichtete Tageschau.de zudem, sei allerdings gemeinsam, „das sie seit Oktober einen kräftigen Anstieg des Bitcoins anzeigen“. Seit Anfang dieses Monats, als ein Bitcoin noch für etwas mehr als 10.000 Dollar zu haben war, habe sich der Preis fast verdoppelt.

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Bitcoin-Befürworter nennen Gründe für Hoffnung auf mehr Stabilität

Bitcoin-Befürworter nennen, wie es in dem dpa-Bericht zum Thema heißt, handfeste Gründe für ihre Hoffnung auf mehr Stabilität. So hatte der große Bezahldienst Paypal vor wenigen Wochen eine Art Ritterschlag erteilt, indem er die Bezahlung mit Bitcoin und Co. ankündigte, wie die Nachrichtenagentur schreibt. Auch werde angeführt, dass sich zunehmend professionelle Anleger wie Vermögensverwalter für Kryptowährungen interessieren würden, was kurzfristige Kurskapriolen zumindest unwahrscheinlicher mache.

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Verbraucherschützer sehen in Kryptowährungen „hochriskantes Spekulationsobjekt“

Der jüngste Kursritt dürfte, wie es in dem dpa-Bericht auch heißt, allerdings eher die Warnungen von Verbraucherschützern bestätigen, die in Kryptowährungen vor allem ein „hochriskantes Spekulationsobjekt“ sehen. „Kryptowährungen unterliegen starken Kursschwankungen“, warnte dem Bericht zufolge unlängst die Verbraucherzentrale Hamburg. Ihr Wert hänge allein von der Nachfrage ab. „Bricht die Nachfrage ein, verliert auch die Währung an Wert.“

Die Verbraucherschützer verweisen laut dpa darauf, dass Bitcoins keine zusätzlichen Zinsen abwerfen. „Weiterer Nachteil: Der Markt für Kryptowährungen ist nicht durch eine Finanzaufsicht reguliert. Es fehlen staatliche Sicherungssysteme.“

Bei der langfristigen Bewertung von Bitcoin spielt, wie es in dem Bericht auch heißt, die Tatsache eine maßgebliche Rolle, dass die Kryptowährung als endliche Ressource und damit als ein prinzipiell knappes Gut definiert ist.

Im Vergleich zum Handel mit anderen knappen Vermögensgegenständen wie Gold handele es sich beim Bitcoin allerdings um ein vergleichsweise kleines Projekt, so ein weiterer Aspekt. Vor diesem Hintergrund, so heißt es in dem dpa-Bericht, würden Experten wie der Frankfurter Wirtschaftswissenschaftler Philipp Sandner darauf hinweisen, dass der Bitcoin-Markt relativ gesehen über eine recht geringe Liquidität verfüge – auch das sei ein Grund für die hohe Volatilität.

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Kritiker: Kryptowährung in Vergangenheit äußerst schwankungsanfällig

Bedroht wird der Wert des Bitcoins, wie es in dem dpa-Bericht auch heißt, durch eine mögliche staatliche Regulierung. Wenn Wirtschaftsräume wie die Volksrepublik China, die Vereinigten Staaten oder die Europäische Union den Handel mit Bitcoin scharf regulieren oder gar verbieten würden, könne entsprechend auch der Tauschkurs zu den klassischen Währungen einbrechen. Außerdem stehe der Bitcoin mit anderen Kryptowährungen wie Ethereum oder Ripples XRP in Konkurrenz, die auch mit deutlich weniger Stromverbrauch „geschürft“ werden könnten.

Kryptowährungen seien nichts für schwache Nerven, sagen Experten. Die Vergangenheit zeige tatsächlich, dass die Kurse äußerst schwankungsanfällig seien, schreibt Tagesschau.de. Eine Investition sei deshalb mit enormen Risiken verbunden. Kritiker monieren dem Nachrichtenportal zufolge deshalb, dass die hohen Kursausschläge einer Verwendung als Zahlungsmittel und Anlageform im Wege stünden. Sie würden Digitalwährungen als reines Spekulationsobjekt betrachten, und nicht als echte Alternative bei der Geldanlage. (ahu) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks

Quellen: dpa, Tagesschau.de

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