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Eigentlich ist der Bitcoin eine Digitalwährung. Die physischen Münzen sind nicht mehr als ein Gag, den es massenweise für kleines Geld gibt.

Bitcoin legt 2018 dramatischen Kurssturz hin und erreichte nun Jahrestiefstand

Für den Bitcoin war 2018 kein erfolgreiches Jahr. Ein Crash nach dem anderen hat zu heftigem Wertverfall geführt. Noch vor einem Jahr war die Digitalwährung 20.000 US-Dollar wert, vor wenigen Tagen nur noch knapp 3.200 US-Dollar.

Nachdem der Bitcoin vor genau einem Jahr beinahe 20.000 US-Dollar gekostet hat und damit den größten Wert aller Zeiten verzeichnete, ist die weltweit erste und zugleich bekannteste Kryptowährung in diesem Jahr dramatisch abgestürzt. Der Jahreskursverlauf zeigt kontinuierlich nach unten und hat im November nochmals eine besonders steile Talfahrt hingelegt.

Was ist der Bitcoin?

Der Bitcoin ist die erste öffentlich gehandelte Kryptowährung der Welt. Er feiert im Januar 2019 seinen ersten runden Geburtstag. Der seit zehn Jahren auf dem Markt befindliche Bitcoin ist heute zwar nur noch eine von rund 4.500 Digitaldevisen, aber nach wie vor die bedeutsamste. Mehr Informationen zum Bitcoin können Sie auch hier nachlesen: https://coin.info/bitcoin/.

Die Digitalwährung ist dezentral organisiert und kommt ganz ohne Banken aus. Die Verwaltung übernimmt nicht die Politik, sondern ein über die ganze Welt verteiltes Computernetzwerk. Das Netzwerk nutzt eine gemeinsame Datenbank, die als Blockchain bezeichnet wird.

Die Gewinnung von Bitcoins basiert auf komplexen Rechenoperationen, für die mehrere leistungsstarke Rechner bzw. Server zusammengeschlossen werden. Der Vorgang der Bitcoin-Gewinnung wird als Mining (Schürfen) bezeichnet.

In der Datenbank werden alle Transaktionen, also Zahlungsvorgänge, verwaltet. Alle Transaktionen, die während eines bestimmten Zeitraums über das digitale Bitcoin-Netzwerk vorgenommen werden, werden zu einem Block zusammengefasst. Mehrere dieser Blocks werden dann wiederum zu einer Blockchain zusammengefasst.

Bitcoin erreicht mit 3.178 US-Dollar Jahrestief

Mittlerweile ist ein Bitcoin nur noch etwas mehr als 3.800 US-Dollar wert. Eine Besserung des Kurses ist derzeit nicht in Sicht. Experten gehen sogar davon aus, dass der wahre Wert des Bitcoins gegen Null tendiert. Der rasante Aufstieg, der zu einer Blase geführt hat, ist nicht zuletzt dem großen Interesse an der Kryptowährung geschuldet. Der Boom führte zu einer Aufwärtsspirale. Immer mehr Menschen wollten auch etwas vom Kuchen abhaben und haben investiert.

Der aktuelle Crash, der zum Jahrestief (3.178 US-Dollar am 15. Dezember) führte, wird von Experten auf die Hard Fork zurückgeführt. Am 15. November fand eine Spaltung der Schwester-Devise Bitcoin Cash statt, die erst 2017 durch eine Abspaltung vom Bitcoin-Netzwerk entstanden ist. Solche Gabelungen sind in der Kryptowelt nichts Ungewöhnliches, allerdings hatten auch die Abspaltungen des Bitcoin Cash oder Bitcoin Gold bereits Kursturbulenzen zur Folge.

Experten machen Hard Fork für letzten Crash verantwortlich

Seit August lag der Bitcoin-Kurs bis zur Hard Fork bei relativ stabilen 6.000 US-Dollar. Viele Mitglieder der Szene waren damals der Meinung, dass der Kurs nicht unter 6.000 US-Dollar sinken würde, weil es sich ab dieser Schwelle nicht mehr lohne neue Bitcoins zu schürfen. Auch diese These wurde nun entkräftet und der Crash zeigt wieder einmal, dass sich die Entwicklung von Kryptowährungen jeglicher Logik entzieht.

Unterdessen berichtet die "South China Morning Post", dass in China immer mehr kleine Minter das Handtuch werfen. Das jedoch sieht nicht jeder Experte negativ. Denn weniger Miner führen irgendwann auch wieder zu einem steigenden Kurs. Die, die weiterhin nach Bitcoins schürfen, werden profitieren.

Kursverfall macht Bitcoin-Mining unattraktiv

Die Difficulty, also Schwierigkeit, einen neuen Bitcoin bei gleichbleibender Rechenleistung zu schürfen, wurde gesenkt, damit weiterhin alle zehn Minuten ein Block gemint werden kann. Das Problem für die Miner sind die Energiekosten, die beim Betrieb der zum Teil riesigen Serverfarmen entstehen. Je weiter der Kurs sinkt, desto unlukrativer wird ihr Betrieb, weil die Kosten irgendwann den Gewinn auffressen, der durch einen geschürften Bitcoin am Markt erzielt werden kann.

In den sozialen Netzwerken grassieren immer mehr Bilder von Lagerhallen, in denen die Server entrümpelt werden. Mittlerweile sei das Mining selbst mit annähernd kostenlosem Strom kaum noch profitabel.

Was Umweltschützer freut, sehen Kryptoinvestoren mit Sorgenfalten auf der Stirn. Sorgen bereitet längst nicht mehr nur die Mutter aller Digitalwährungen. Auch die ernstzunehmenden Alternativen wie Ripple und Ethereum haben erhebliche Kursstürze hinter sich, die mit denen des Bitcoins durchaus vergleichbar sind. Während erst Anleger in Panik verfallen und den Kursrutsch befeuern, bleiben andere gelassen. Kryptowährungen stecken halt noch immer in den Kinderschuhen, so ihre Begründung.

Miner erhalten 12,5 Bitcoins pro Block

Die Miner haben die Aufgabe, jeder Transaktionen in einem Block zu bestätigen und in eine Liste der Blockchain einzutragen. So stellen sie sicher, dass jede Transaktion rechtmäßig ist und Manipulationsversuche sofort auffallen. Dafür erhält jeder Zahlungsvorgang den digitalen "Fingerabdruck" des Vorgängers und es wird eine neue Prüfsumme errechnet (Hash).

Für ihre Arbeit werden die Miner mit Bitcoins belohnt. Pro erfolgreich abgearbeitetem Block gibt es derzeit 12,5 Bitcoins. Pro Tag werden auf diese Weise ca. 1.700 neue Bitcoins ausgeschüttet. Da die Gesamtanzahl von Bitcoins auf 21 Millionen beschränkt ist, gilt die Kryptowährung als inflationssicher.

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