Wer Schnäppchen in der Stadt oder im Internet abgreifen möchte, sollte vorher besser die Preise vergleichen.
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Wer Schnäppchen in der Stadt oder im Internet abgreifen möchte, sollte vorher besser die Preise vergleichen.

In München und im Internet

"Black Friday" 2017: Diese Shops gewähren in diesem Jahr besondere Rabatte

  • Jörg Heinrich
    VonJörg Heinrich
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Morgen ist Black Friday, der große Rabatt-Tag – deshalb erwarten die beteiligten Geschäfte den großen Kunden-Ansturm, und auch im Internet wird die Kasse klingeln.

Update vom 23. November 2018: Auch in diesem Jahr haben wir wieder für Sie zusammengefasst, wo es am Black Friday die besten Deals und Angebote gibt. Verpassen Sie auch nicht den Cyber Monday am 26. November 2018.

Schnäppchenjäger aufgepasst: Am 24. November ist endlich wieder Black Friday - verfolgen Sie den Schnäppchen-Freitag in unserem News-Ticker. Auch 2017 gibt es viele Vergünstigungen auf Top-Artikel im stationären und Online-Handel. Doch wo finde ich die günstigsten Preise - in München und im Internet?

Black Friday 2017: Auf Schnäppchenjagd in München

Martin Obermayr ist bestens gerüstet – die schwarze Lederjacke von Tigha ist nur ein Kleidungsstück von vielen, die morgen im "Stierblut" an der Sendlinger Straße auf Schnäppchenjäger warten. Es ist Black Friday! "Wir geben 20 Prozent Rabatt auf alle schwarzen Artikel", sagt der "Stierblut"-Chef. Neben dem Bekleidungsgeschäft machen zahlreiche Einzelhändler in und um München bei der Schnäppchensause mit.

Ursprünglich stammt die Aktion aus den USA: Black Friday ist dort der umsatzstärkste Tag des Jahres. Obermayr hat den Run auf die Rabatte in den USA miterlebt. "Ich habe selber gesehen, was da los ist. Als das dann bei uns langsam angefangen hat, war für mich klar, dass wir mitmachen. Wir haben eine junge, hippe Zielgruppe – die Leute erwarten, dass bei uns was passiert."

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Zudem sei die Situation des stationären Handels durch das Online-Geschäft nicht gerade einfacher geworden. "Alle merken die rückläufige Frequenz. Aktionen wie der Black Friday helfen uns dabei, auf uns aufmerksam zu machen und neue Kunden anzusprechen." Das sehen nicht alle so. Wolfgang Fischer vom Verein City Partner, in dem sich die Innenstadthändler zusammengeschlossen haben, kritisiert, dass das Image der bayerischen Landeshauptstadt nicht zur Schnäppchen-Hochburg und Ramschpreisen passe.

Er sagt: "Viele Touristen schätzen das Erlebnis Innenstadt in München – die hohe Qualität, die gute Beratung, die vielen attraktiven Restaurants und Cafés. Alles zusammen bildet das gute Image der Innenstadt." Schnäppchen und Aktionen wie Rabatte für einen Tag hält er für "eine reine PR-Show, die aus Amerika herübergeschwappt ist."

Hier purzeln Prozente - eine Auswahl:

  • Tigha-Lederjacke bei Stierblut, reduziert von 399 auf 319,20 Euro
  • Adventskalender-Set, Butlers (Originalpreis: 9,99 Euro – Black Friday: 7,99 Euro)
  • Mammut-Softshelljacke, Sport Schuster (um 50 Prozent reduziert; Black-Friday-Preis: 129,95 Euro)
  • HP-Notebook, erhältlich bei Saturn (statt 419 jetzt nur 299 Euro)
  • Sonnenbrille von Apollo Optik (ursprünglich 130 Euro, Black-Friday-Preis: 65 Euro)
  • Dirndl von Tracht im Tal in Gmund (377,30 statt 539 Euro)

Black Friday 2017: Schnäppchenschlacht im Netz

Auch im Internet steigt jetzt die große Jagd nach Spar-Angeboten: Dieser Freitag gilt als der wichtigste Einkaufstag des ganzen Jahres. Bisher war die Rabattlawine als "Black Friday" bekannt. Weil sich eine Agentur unter etwas undurchsichtigen Umständen diese Bezeichnung gesichert hat, werben die meisten Firmen jetzt mit Namen wie "Red Friday", "Black Week" oder "Cyber Weekend". Doch dabei geht es immer ums Gleiche: Schnäppchen, Schnäppchen, Schnäppchen! Wir verraten, wie und wie viel Sie online sparen können.

  • So viel Prozent sind drin: "Bis zu 90 Prozent weniger" heißt es in der Werbung. Doch so ein Total-Ausverkauf ist die Ausnahme. Das Preisportal mydealz.de hat ausgerechnet, dass die Nachlässe 2016 aber immerhin bei rund 40 Prozent lagen. Wie viel Sie sparen können, hängt stark davon ab, was Sie kaufen. Bei Software und Apps sind es im Durchschnitt 68 Prozent, bei Lebensmitteln 45 Prozent, bei Kosmetik 41 Prozent, bei Mode 36 Prozent – bei der enorm gefragten Elektronik und bei Spielzeugen dagegen "nur" 28 und 26 Prozent.
  • Diese Firmen sind dabei: Kaum ein Onlinehändler kann es sich leisten, bei der Schnäppchenjagd außen vor zu bleiben. Das ganze Internet spart, von A wie Amazon bis Z wie Zalando. Ob Schmuck von Christ, ein Fernseher von Samsung oder eine Kreuzfahrt von Aida – alle sind an Bord, eine Übersicht gibt es bei blackfridaysale.de.
  • Das ist der Zeitplan: Die ersten Anbieter haben bereits mit ihrer Schnäppchen-Woche begonnen – zum Beispiel Saturn mit seiner "Black Week". Wichtigster Spartag ist nach wie vor der Freitag. Doch bei vielen Händlern gelten die Rabatte auch noch übers Wochenende oder am Montag, dem "Cyber Monday". Da die Stückzahlen begrenzt sind, dürfte das Angebot übers Wochenende aber immer dünner werden.
  • So funktioniert’s bei Amazon: Beim Versandriesen läuft die "Cyber Monday Week" noch bis kommenden Montag. Zwischen sechs Uhr früh und 19.45 Uhr gibt es derzeit alle fünf Minuten neue Blitz-Angebote – ein echtes Stress-Shopping. Die Schnäppchen sind maximal sechs Stunden verfügbar. Prime-Kunden haben dabei einen Startvorteil: Sie sehen die Angebote eine halbe Stunde früher als Käufer ohne das 69-Euro-Jahresabo. Bis zu 30 Prozent günstiger gibt es dabei die hauseigene Elektronik wie Kindle-Reader oder Fire-Tablets.
  • Das bietet Apple: Der iPhone-Konzern macht wie gewohnt ein Geheimnis aus seinen Black-Friday- Angeboten. Zeitweise war Apple bei der Rabattschlacht gar nicht mehr dabei, letztes Jahr gab es dann doch wieder eine Aktion. Hier hilft nur am Donnerstagabend oder Freitagfrüh ein Blick auf apple.de. Mit Nachlässen bei den aktuellen iPhones 8 und X sollten Kunden aber nicht rechnen. Bei iPhones und iPads lohnt sich eher der Blick zu gravis.de oder cyberport.de. Bei Apple sehen die Freitags-Angebote meist so aus: Beim Kauf von Zubehör wie Watch oder Apple TV gibt es eine Geschenkkarte für weitere Apple-Einkäufe obendrauf.
  • Darauf sollten Sie achten: Lassen Sie sich nicht von spektakulären Rabatt-Angaben verrückt machen! Denn diese Nachlässe beziehen sich meist auf den Richtpreis des Herstellers, den ohnehin kaum jemand bezahlt. Überlegen Sie schon im Vorfeld, was Sie kaufen möchten und prüfen Sie auf Seiten wie idealo.de oder guenstiger.de, was der Artikel in den letzten Monaten durchschnittlich gekostet hat. Achten Sie auf Versandkosten und auf die rechtzeitige Lieferung bis Heiligabend. Und fallen Sie nicht auf die zahllosen Spam-Mails zum Schnäppchen-Freitag rein, die jetzt durchs Netz geistern.

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Power-Shopping am Black Friday in den USA: Der Zoll ist das Limit

Alles muss raus: "Sale"-Schilder wie dieses gibt es in der Vorweihnachtszeit in den USA fast überall zu sehen. Foto: Verena Wolff
Schlangestehen zur Geisterstunde: Am Black Friday öffnen viele Geschäfte in den USA schon um Mitternacht - oder sogar noch früher. Foto: Verena Wolff
Preissturz: Solche Rabatte sind am Black Friday in den USA eher die Regel als die Ausnahme. Foto: Verena Wolff
Shopping-Wochenende: An keinem Tag machen Geschäfte in den USA so viel Umsatz wie am Black Friday direkt nach Thanksgiving. Foto: Verena Wolff
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Video: Glomex

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