An der Börse braucht man oft starke Nerven.
+
Die Psychologie spielt auch an der Börse eine wichtige Rolle.

Typisch Anfänger?

Psychologische Fallen: Fünf Fehler, die Sie an der Börse vermeiden sollten

  • Anne Hund
    vonAnne Hund
    schließen

An der Börse braucht es oft starke Nerven. Nicht nur Anfänger lassen sich manchmal gern von Emotionen leiten. Fünf Fallen, in die Sie beim Geldanlegen nicht tappen sollten.

Wer sein Geld* an der Börse anlegen will, braucht nicht nur viel Verstand, sondern oft auch starke Nerven. Doch leider gibt es auch einige psychologische Fallen, in die Anleger an der Börse nicht tappen sollten, wie der Business Insider schildert. Vor ihnen seien selbst langjährige Profi-Anleger nicht gefeit. Vor allem auch die Anfänger sollten dem Wirtschaftsmagazin zufolge diese fünf psychologischen Fehler beim Geldanlagen vermeiden:

  • Herdenverhalten: Treffen viele Menschen die selbe Entscheidung, muss sie deshalb noch lange nicht die richtige sein. Was logisch klinge, würden viele Anleger mitunter ausblenden, berichtet der Businessinsider.de und nennt als aktuelles Beispiel den Fall Gamestop. „Die jüngsten Gamestop-Kursturbulenzen waren ein gutes Beispiel, wie das Herdenverhalten viele Anleger beeinflusst“, kommt Kim Felix Fomm, Investmentexperte von Raisin, in dem Beitrag des Business Insider zu Wort. „Sie sehen, dass Investoren in kurzer Zeit viel Gewinn gemacht haben und wollen bei dem Hype dazugehören.“
  • Selbstüberschätzung: Leider neigt der Mensch gerne auch zur Selbstüberschätzung. Am Aktienmarkt könnte das aber teuer werden. „Die Gefahr an der Börse besteht auch darin, sich selbst gute Entscheidungen zuzuschreiben, für schlechte Entscheidungen aber immer externe Gründe zu finden“, erklärt der Experte in dem Beitrag.
  • Verlustaversion: Aber auch das Gegenteil von Selbstüberschätzung gibt es, nämlich die Angst, Verluste zu machen „Experimente von Daniel Kahneman haben immer wieder belegt, dass 50 Euro Verlust Investoren mehr schmerzen, als sie sich über 50 Euro Gewinn freuen“, erklärt Investment-Experte Fomm dem Business Insider zufolge das Phänomen. Wenn man allerdings aus Angst vor Verlusten zum Beispiel ein Investment ständig aufschiebt, ist auch das nicht zielführend. Der Experte erklärt in dem Beitrag: „Es gibt immer Gründe, um nicht zu investieren. Statistisch ist der beste Zeitpunkt zum Einstieg aber immer jetzt, wenn man sein Geld langfristig anlegen möchte. Je früher man anfängt, desto besser.“
  • Bestätigungsfehler: Bei der Flut von Nachrichten ist die Selektion nicht immer einfach. Ein weiterer psychologischer Fehler könnte dem Business Insider zufolge darin liegen, dass man — sofern man von einer Aktie überzeugt ist — nur die positiven Analysen zu dem Wert lese. Und das Negative quasi ausblendet, um sich selbst zu bestätigen.
  • Ankereffekt: Der Ankereffekt ist ein Begriff aus der Psychologie, der beschreibt, dass die Einschätzung am Markt, ob sich etwas lohnt oder nicht, bildlich gesprochen mit dem „Anker“ zu tun hat. Das können Werte sein, an denen man sich orientiert. Oder ein bestimmter Preis. Doch ist der auch realistisch? Der Investment-Experte erklärt das Verhalten am Beispiel der Aktien laut Business Insider so: „Eine Aktie notiert bei 100 Euro und ein Anleger überlegt, sie zu kaufen. Bevor er sie kauft, stürzt die Aktie auf 80 Euro — plötzlich erscheint sie dem Anleger günstig, weil sie gerade noch 100 Euro gekostet hat und er sie da schon kaufen wollte.“

(ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant: Schallplatte sorgt für Sensation bei „Bares für Rares“ – Preis überrascht sogar Horst Lichter

Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Auch interessant

Kommentare