Wer sich trotz Kontaktverbot weiterhin mit Personen, die nicht zur Familie gehören, trifft, muss in Nordrhein-Westfalen mit hohen Bußgeldern rechnen.
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Wer sich trotz Kontaktverbot weiterhin mit Personen, die nicht zur Familie gehören, trifft, muss in Nordrhein-Westfalen mit hohen Bußgeldern rechnen.

Tausende von Euro

Es wird teuer: So viel Bußgeld fällt bei Verstößen gegen Coronavirus-Regeln an

  • Sophia Adams
    vonSophia Adams
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Nordrhein-Westfalen hat festgelegt, wie viel Bußgeld bei Verstößen gegen die Coronavirus-Regeln anfällt. Es sind Strafen von tausenden von Euro möglich.

  • Um die Verbreitung des Coronavirus* einzudämmen, haben Deutschlands Bundesländer verschiedene Regelungen auf den Weg gebracht.
  • In ganz Deutschland gilt eine Ausgangsbeschränkung.
  • Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen.

Die Straßen sind leer, Geschäfte und andere Einrichtungen werden auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus wirken drastisch, doch Erfahrungen anderer Länder wie China zeigen, dass diese konsequenten Schritte die wahrscheinlich beste Lösung des Problems darstellen.

Doch um den Kampf gegen das Virus zu gewinnen, muss ein Großteil der Bürger sich an Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen halten. Aus diesem Grund hat Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland einen Bußgeldkatalog erarbeitet.

Bußgelder werden in jedem Bundesland separat festgelegt

Das Coronavirus* bringt viele Veränderungen mit sich - und das betrifft nicht nur den Alltag der Menschen. Auch die Regierung muss viel Geld in die Hand nehmen, um beispielsweise Hilfspakete* auf den Weg zu bringen. Die nächste Aufgabe vieler Bundesländer lautet nun, Bußgeldkataloge zu erarbeiten.

Nordrhein-Westfalen hat bereits vorgelegt und die ersten Strafen festgesetzt. Entsprechend gelten folgende Bußgelder nur in diesem Bundesland. Die anderen Länder hingegen werden separate Regelungen aufstellen - wobei die Geldstrafen wahrscheinlich nicht stark voneinander abweichen. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte laut der Deutschen Presse-Agentur an, dass ein Katalog auch für Bayern in Auftrag gegeben wurde.

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Diese Strafen drohen in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen gilt ein Kontaktverbot, Ansammlungen von mehr als zwei Personen sind nicht erlaubt. Die Menschen sind dazu angehalten, auf der Straße einen Abstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Diese Bußgelder drohen in Nordrhein-Westfalen, falls die Regelungen zu Zeiten des Coronavirus nicht eingehalten werden:

VerstoßBußgeld pro Person
Zwei Personen, die nicht verwandt sind, treffen sich in der Öffentlichkeit200 Euro 
Picknicks und Grillpartys 250 Euro 
Organisieren von Sportveranstaltungen1.000 Euro
Verzehr von Essen bei einem Restaurant oder Imbiss in einem Umkreis von 50 Metern200 Euro
Öffnung einer Bar, Fitnessstudio, Discothek5.000 Euro
Öffnung eines Restaurants4.000 Euro
Bei Wiederholung einer Straftatbis zu 25.000 Euro

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Die BILD-Zeitung erwähnt zudem, dass es zu weiteren Strafen für Unternehmen kommen kann, die sich die Verstöße in irgendeiner Form zunutze machen. Zudem werden Personen bestraft, die sich nicht an Hygienevorschriften halten.

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Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
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