Mann notiert Informationen auf einem Blatt Papier.
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Hat ein Darlehensnehmer eine gute Bonität, birgt dies für Kreditgeber den Vorteil, dass ein Zahlungsausfall in Zukunft unwahrscheinlicher ist.

Kredite ohne und trotz Schufa: So profitieren Kreditnehmer davon

Kredite werden in Deutschland tagtäglich am laufenden Band und jährlich in einer Höhe von vielen Milliarden Euro vergeben.

Naturgemäß erhalten dabei insbesondere diejenigen Personen schnell, unkompliziert und günstig einen Kredit, die über eine gute Bonität bzw. Kreditwürdigkeit verfügen. Abgefragt wird diese von Kreditgebern bei Wirtschaftsauskunfteien wie der Schufa Holding AG. Es gibt aber auch Mittel und Wege, trotz respektive ohne Schufa an Darlehen zu kommen.

Bonität des Darlehensnehmers dient der Absicherung des Geldgebers

Kredite sind eine praktische Sache, verschaffen sie doch dem sich in monetären Schwierigkeiten befindlichen Kreditnehmer schnell und unkompliziert fremdes Geld und dem Kreditgeber im Gegenzug lukrative Zinsen. Rund 1.228 Milliarden Euro an Krediten wurden vergangenes Jahr laut der Deutschen Bundesbank an Privatpersonen in Deutschland ausgezahlt – Tendenz steigend.

Problematisch ist allerdings, dass naturgemäß vor der Kreditvergabe nebst der eingereichten Unterlagen des Antragstellers eine Prüfung seiner Bonität vonseiten des Kreditgebers stattfindet. Zu diesem Zwecke werden unter anderem Anfragen bei Wirtschaftsauskunfteien wie der Schufa Holding AG gestellt.

Unterschieden wird laut Haufe in zwei Arten der Bonität:

  1. Persönliche Kreditwürdigkeit
  2. Wirtschaftliche Kreditwürdigkeit

Erstere gibt darüber Aufschluss ob der Kreditnehmer persönlich zuverlässig und gewillt ist, die anfallenden Raten zu zahlen. Die wirtschaftliche Bonität verrät hingegen, ob dafür überhaupt die finanziellen Mittel bestehen.

Doch genau an dieser Stelle treten gerade bei einkommensschwächeren Menschen oder Personen, die in der Vergangenheit beispielsweise häufiger Rechnungen nicht pünktlich bezahlt haben, Probleme auf.

Das sind die Unterschiede zwischen Krediten ohne und trotz Schufa

Fabian Krüger von Bon Kredit erläutert: „Diese Personen haben häufig große Schwierigkeiten, überhaupt einen Kredit bewilligt zu bekommen. Deshalb bietet sich für diese ein Kredit ohne bzw. ein Kredit trotz Schufa an.“

Doch was genau verbirgt sich hinter diesen beiden Termini, die für wirtschaftlich schwach aufgestellte Menschen, die häufig einen Kredit umso dringlicher brauchen, vermeintlich das rettende Ufer darstellen? Wie der Name schon suggeriert, charakterisiert den Kredit ohne Schufa, dass vorab keine Abfrage der Daten bei der Schufa Holding AG erfolgt.

Alternativ dazu findet diese beim sogenannten Kredit trotz Schufa zwar statt, wirkt sich aber nicht in so großem Maße auf die Entscheidung für oder gegen die Kreditvergabe aus – mit anderen Worten sind die Vorteile beider Darlehensarten: Auch jemand, der über keinen perfekten Schufa-Score verfügt, kann auf diesem Wege einen Kredit bekommen.

So läuft die Kreditvergabe ohne und trotz Schufa im Einzelnen ab

Im Einzelnen läuft die Kreditvergabe trotz und ohne Schufa wie folgt ab. Zunächst müssen sich Kreditnehmer darüber klar werden, wie hoch ihr Finanzierungsbedarf ausfällt und wie viel Geld sie monatlich in die Rückzahlung des Darlehens investieren können. Hierfür ist initial eine Gegenüberstellung der monatlichen Einnahmen und Ausgaben, samt Berücksichtigung eines finanziellen Puffers, anzufertigen.

Im Anschluss muss die gewünschte Summe nebst präferierter monatlicher Rate nur noch in den Kreditrechner eingegeben werden, woraufhin dieser bereits autonom die zugehörige Darlehenslaufzeit errechnet und den Weg für die Beantragung frei macht. Nach dem Antrag werden schließlich passende Angebote an den künftigen Kreditnehmer übermittelt.

Hat sich dieser entschieden, muss er nur noch den Kreditvertrag unterschreiben, seine Identität nachweisen, die Daten übersenden und erhält abschließend das Geld ausgezahlt.

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