+
Wer muss zahlen, wenn das eigene Kind die Fensterscheibe des Nachbarn zerstört?

Familientarife oft ungenügend

Diesen Fehler machen Eltern bei der Haftpflicht für ihr Kind

  • schließen

Wenn Kinder spielen, kann viel passieren – oder zu Bruch gehen. Doch wenige Eltern wissen: Viele Haftpflichtversicherungen schützen ihr Kind nicht ausreichend.

Plötzlich fliegt der Fußball durch das Fenster der Nachbarin – und es klirrt gewaltig. Ein riesiges Loch ziert die Wand, wo einst das Küchenfenster war. Wutentbrannt erscheint die Nachbarin mit hochrotem Kopf – und will sofort mit den Eltern des verantwortlichen Kindes sprechen. Das wollte eigentlich nur mit seinen Freunden Fußball spielen – und hat leider unabsichtlich zu weit geschossen.

Haftpflichtversicherung für die ganze Familie: Sinnvoll - aber mit Haken

Die Eltern beruhigen die wütende Frau mit den Worten, dass ihre Haftpflichtversicherung das schon klären werde. Doch spätestens, wenn sie beim Versicherungsberater anrufen, folgt der Schock: Denn die will nicht für den Schaden aufkommen – aber wieso?

Dabei waren die Eltern doch so sicher, dass ihr sechsjähriger Sohn automatisch bei ihnen mitversichert ist. Ein Trugschluss – wie jetzt eine aktuelle Auswertung des Vergleichportals Verivox zeigt. Zwar gehen angeblich 70 Prozent der befragten Eltern davon aus, dass der Nachwuchs – solange er unter sieben Jahre ist – ausreichend im Familientarif geschützt ist. Doch die Realität sieht anders aus: So sollen besonders langjährige Versicherungstarife oftmals nicht genügen.

Kinder unter sieben Jahre - oftmals nicht ausreichend haftpflichtversichert

Generell gilt: Sofern Kinder noch unter sieben Jahre sind, muss auch die Versicherung nichts zahlen. Schließlich ist der Nachwuchs noch zu jung und damit nicht strafbar. Im Straßenverkehr gilt diese Regelung sogar bei Kindern sogar bis zu zehn Jahre. Daher haftet niemand für den Schaden.

Doch das gilt nur, wenn die Eltern ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben. Da das nicht immer gewährleistet ist, empfiehlt es sich, den (alten) Familientarifzu ergänzen. Dabei sollten Sie allerdings darauf achten, wie hoch die Versicherungssumme angesetzt ist.

So finden Sie den richtigen Familientarif für Ihre Haftpflichtversicherung

Das heißt konkret: Versicherungen begrenzen gerne mal die Höchstsumme für etwaige Schäden der Sprösslinge auf 5.000 oder 10.000 Euro. Daher ist es ratsam, darauf zu schauen, welche angeblich verbesserten Konditionen Ihr Versicherer anbietet. Exzellente Tarife sind Verivox zufolge diejenigen, die am Ende auch die volle Versicherungssumme (teilweise in Millionenhöhe) übernehmen.

Von Jasmin Pospiech

Gemeinschaft statt Familie - Was ist den Deutschen wichtig?

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mitarbeiterin enthüllt: Wenn Sie das an der Kasse tun, outen Sie sich als arm
Ulrike Schwerdhöfer sitzt seit 43 Jahren täglich an der Kasse des Supermarkts Rewe. Dadurch hat sie sehr viel über ihre Kunden gelernt. Besonders über deren Kontostand.
Mitarbeiterin enthüllt: Wenn Sie das an der Kasse tun, outen Sie sich als arm
Ekel-Alarm in "Bares für Rares": Diese Rarität widert die Händler mächtig an
Eine kuriose Rarität sorgt bei Lichter und Händlern dieses Mal in "Bares für Rares" für Verzückung. Doch als sie seine Funktion erfahren, sind sie alle baff.
Ekel-Alarm in "Bares für Rares": Diese Rarität widert die Händler mächtig an
Kabelloses Dampfbügeleisen bei Aldi: Doch ist es wirklich ein Schnäppchen?
Auch in der kommenden Woche werden im Aldi-Prospekt wieder viele Angebote rund um den Haushalt angeboten. Doch lohnen sie sich tatsächlich?
Kabelloses Dampfbügeleisen bei Aldi: Doch ist es wirklich ein Schnäppchen?
Krypto-Guru sagt voraus: Diese unfassbare Summe soll Bitcoin bald wert sein
Der Bitcoin-Kurs unterliegt heftigen Schwankungen – dennoch glauben viele Krypto-Experten, dass er sich bald wieder stabilisiert. Sie gehen sogar noch weiter.
Krypto-Guru sagt voraus: Diese unfassbare Summe soll Bitcoin bald wert sein

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.