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Monatelang hielt die Telekom das sächsische Paar hin.

Das ging über Monate so

Dreist: Telefon ist tot – trotzdem bucht Telekom Paar weiter Geld ab

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Monatelang lebte ein Paar ohne Telefonanschluss – dennoch musste es weiterhin an Telekom Rechnungen bezahlen. Da platzte dem Paar endgültig der Kragen.

Anfang des Jahres sorgte Orkan "Friederike" für ein gewaltiges Chaos in weiten Teilen Deutschlands. So auch im sächsischen Bloßwitz bei Riesa. Dort lebt auch das Paar Christian Kluge und Kerstin Pravemann. Bei ihnen riss damals ein Baum eine oberirdische Leitung heraus. Von da an war ihr Telefon tot.

Telefon ist tot – doch Telekom fordert weiterhin Geld

Sofort meldeten sie der Telekom den Schaden, doch was danach passierte, lässt einen nur noch den Kopf schütteln. Schließlich versprach die Telekom, sich zeitnah darum zu kümmern und einen Techniker zu schicken, der das Problem beheben sollte.

Doch es passierte einfach nichts – stattdessen wurden Kluge und Pravemann immer wieder mit einem neuen Termin vertröstet. Am Ende verstrichen Monate, in denen das sächsische Paar ohne Telefonanschluss war. Ein Unding für das Paar – das freiberuflich größtenteils von zuhause arbeitete.

Das Pikante daran: Trotzdem soll die Telekom laut der "Sächsischen Zeitung" damals weiter fleißig Geld abgebucht haben. Bis zu 55 Euro waren es angeblich jeden Monat. Am Ende riss den beiden Bloßwitzern endgültig der Geduldsfaden – sie entzogen dem Unternehmen die Einzugsermächtigung und drohten mit Kündigung.

Ein Anwalt klärt auf: Das können Sie tun, wenn Sie in eine ähnliche Lage geraten sollten

Zu Recht, wie der Meißner Rechtsanwalt Wolfgang Tücks gegenüber dem Blatt sagte. So habe das Paar zwar keinen Anspruch auf Schadensersatz einklagen können, aber Geld für nicht erbrachte Leistungen könnten jederzeit zurückgefordert werden. "Ich rate der Familie, der Telekom eine Frist zu setzen. Wird diese nicht eingehalten, sollte der Vertrag fristlos gekündigt und ein neuer Anbieter gesucht werden", meinte er damals.

Das schien auch Wirkung gezeigt zu haben – nur wenig später sollen sich gleich vier Konzernmitarbeiter bei dem Paar gemeldet haben. "Die wussten jeweils nichts voneinander und auch nicht, was wir mit den anderen längst besprochen hatten", verriet Christian Kluge der Zeitung weiter.

Zudem soll das Paar schließlich eine Gutschrift über 65 Euro erhalten haben. Ob sie allerdings noch Telekom-Kunden sind, bleibt ungewiss.

Lesen Sie auch: Telekom erklärt Rentner für tot - und zockt ihn dann ab.

jp

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