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Wenn Eltern ihren Lebensunterhalt nicht mehr finanzieren können, brauchen sie die (finanzielle) Unterstützung ihrer Kinder.

Elternunterhalt

Rente reicht nicht? Pflege zu teuer? So viel müssen Sie als Kind für Ihre Eltern zahlen

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Die Altersarmut in Deutschland soll in den kommenden Jahren drastisch zunehmen. Oftmals müssen dann die Kinder finanziell einspringen. Doch es gibt Ausnahmen.

Es gibt viele Gründe, warum Eltern im Alter ihren Lebensunterhalt nicht mehr selbst stemmen können - besonders dann, wenn die Rente eher dürftig ausfällt. Aber auch notwendige Medikamente, Heim und/oder Pflege können ganz schön ins Geld gehen. Wenn die Versicherung dann nicht alle Kosten übernimmt, streckt der Staat die Kosten vor. Zuvor müssen die Eltern aber ihre finanziellen Verhältnisse offenlegen.

Elternunterhalt: Wann Kinder zahlen müssen - und wie viel Selbstbehalt übrig bleibt

Anschließend wendet sich das Amt dann an die Kinder, welche oftmals finanziell einstehen müssen. Dazu werden diese vom Sozialamt aufgefordert, ihr Einkommen bzw. ihr Vermögen darzulegen. Wenn dieses ausreichend ist, wird daraus dann der entsprechende Elternunterhalt berechnet. Zudem ermittelt es individuell die Höhe des jeweiligen Selbstbehalts, der den Kindern zusteht.

Doch keine Sorge: Der Elternunterhalt wird so gewählt, dass er nicht den Lebensstandard der Kinder verschlechtert. Das betrifft lebenswichtige Dinge wie Miete, Versicherungen oder Lebenshaltungskosten sowie auch Lebensmittel, Kleidung oder andere Alltagsgüter. Dennoch ist es wichtig, hier zu unterscheiden, erklärt jetzt die Verbraucherzentrale Hessen.

Erfahren Sie hier: Schockierende Studie: Über die Hälfte der Deutschen wird im Alter mit leeren Händen dastehen.

Schließlich kann das Sozialamt nur Unterhaltszahlungen von den leiblichen Kindern verlangen - aber nicht von Geschwistern, Onkeln, Tanten oder Enkelkindern. Auch Schwiegerkindern müssen nicht direkt für ihre Schwiegereltern aufkommen - allerdings fließt ihr Einkommen in das Gesamteinkommen des Ehepaares mit ein. Hier wird dann der Selbstbehalt anhand beider Einkommen berechnet. 

Zudem gilt: Liegt das Gesamteinkommen der Kinder unter dem Selbstbehalt, muss auch kein Elternunterhalt gezahlt werden. Außerdem wirken sich noch weitere Faktoren auf die Höhe aus - zum Beispiel, ob Sie eigene Kinder haben oder in einer eingetragenen Partnerschaft leben.

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Elternunterhalt für Alleinstehende oder Ehepaare: Berechnungsbeispiele für Mindest-Selbstbehalte

Allerdings gibt es sogenannte Mindest-Selbstbehalte, die der Staat festgelegt hat:

  • Für Alleinstehende: Diese dürfen monatlich 1.800 Euro netto behalten. Darunter fallen auch anfallende Mietkosten von circa 480 Euro warm. Falls die Wohnkosten höher sind, werden diese eventuell berücksichtigt. Zum Beispiel, wenn eine Person mit Kind in teureren Ballungsgebieten lebt. Zudem darf das Sozialamt nur maximal die Hälfte des bereinigten Nettoeinkommens einbehalten. Das bedeutet also, dass das Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen von bestimmten, notwendigen Zahlungen "bereinigt" wird, um so die entsprechende Unterhaltszahlung zu ermitteln. So wird gewährleistet, dass der individuellen Leistungsfähigkeit des Unterhaltsschuldners realitätsgetreu entsprochen wird.

Wenn also ein unterhaltspflichtiges Kind 3.000 Euro netto im Monat verdient, darf es einen Mindest-Selbstbetrag in Höhe von 1.800 Euro einbehalten. Von den übrigen 1.200 Euro muss das Kind nur maximal 600 Euro monatlich für den Elternunterhalt aufbringen. Je nach Einkommen sind die Beträge entsprechend höher oder niedriger.

  • Für Ehepaare: Hier richtet sich der  Elternunterhalt nach dem Gesamteinkommen beider Ehegatten. Allerdings weisen sie auch einen höheren Mindest-Selbstbehalt auf. So kommen zum Mindest-Selbstbehalt von 1.800 Euro netto für einen Partner noch mindestens 1.440 Euro monatlich zugunsten des zweiten Partners. Zusätzlich wird eine Miete von 380 warm angerechnet. Insgesamt darf so ein Ehepaar mindestens 3.240 Euro selbst behalten.

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jp

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