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Eine Hochzeit ist für alle Beteiligten ein besonderer Tag. Damit das auch so bleibt, darf das Geldgeschenk auch nicht zu knauserig ausfallen.

Als Freund, Kollege oder Familie

50 Euro oder mehr? So viel Geld schenken Sie dem Brautpaar zur Hochzeit

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100, 150 oder doch mehr? Wer zu einer Hochzeit eingeladen ist, stellt sich oftmals die Frage, welche Summe als Hochzeitsgeschenk angemessen ist. Hier ein paar Anregungen.

Sie sind zu einer Hochzeit eingeladen – aber wissen nicht, wie viel Geld Sie dem Brautpaar schenken sollen? Schließlich wollen Sie nicht wie ein Pfennigfuchser wirken – aber auch nicht zu großzügig Scheinchen in das Couvert stecken.

Wie hoch das Geldgeschenk zur Hochzeit ist, kommt darauf an, wie eng Ihre Beziehung zum Brautpaar ist. Wie viel gebe ich also - als Freund, Arbeitskollege oder Verwandter?

Geldgeschenk für Hochzeit: So viel schenken, wie der Gast selbst kostet

Die Höhe des Geldgeschenks hängt von verschiedenen Faktoren ab: dem Verwandtschaftsgrad, dem finanziellen Ressourcen und dem Hintergrund dieses besonderen Anlasses.

Schließlich beruht es auf einer langen Tradition, dass sich Hochzeitspaare Geld für die Flitterwochen und damit die Hochzeitsreise selbst von den Gästen wünschen. Oft will das Brautpaar auch Geld als Geschenk, um so die Kosten für die Hochzeit zu decken - und sich das Fest ihrer Träume gewissermaßen zu refinanzieren.

Zwei Drittel der befragten Deutschen haben laut dem Online-Hochzeitskartenportal kartenmacherei.de jedenfalls keine Scheu, Geld als Hochzeitsgeschenk zu verlangen. 

Doch auch ohne Zutun werden sie von den meisten Gästen zu 90 Prozent mit Barem beschenkt. Aber auch Gutscheine und Geld für die Hochzeitsreise stehen hoch im Kurs. 20 Prozent der Befragten erhalten außerdem noch Haushaltswaren und Heimtextilien für den Start ins gemeinsame Leben.

Sie können sich daher an einem alten Leitsatz orientieren: Schenken Sie so viel, wie Sie in etwa bei der Hochzeitsfeier trinken oder essen und überlegen Sie, welche (hohen) Essens-Preise in den typischen Hochzeitslocations gezahlt werden.

Hochzeitsgeschenk der finanziellen Lage anpassen

Doch die Frage, wie viel Geld Sie schenken, ist auch maßgeblich davon abhängig, wie es bei Ihnen finanziell gerade aussieht. Das heißt, der eigene Kontostand sollte Ihnen als Richtwert dienen. Wichtig ist dabei, dass Sie sich nicht finanziell verausgaben sollten. Für einen Studenten oder Azubi ist es also völlig legitim, "nur" 30 bis 50 Euro zu schenken.

Viele setzen sich auch für Hochzeiten eine Art Standard-Budget fest. Bei dem einen bewegt sich das zwischen 50 bis 100 Euro, der andere beginnt erst ab einem Wert von 150 Euro aufwärts. Doch auch wie eng die Beziehung zum Brautpaar ist, spielt eine Rolle für das Geldgeschenk. Sind Sie auf die Hochzeit eines Arbeitskollegen geladen – oder heiratet Ihr Bruder die Liebe seines Lebens?

Hochzeit: Bekannten bis zu 50, Familie mehr als 100 Euro schenken

Grundsätzlich gilt: Ist das Brautpaar nur aus Ihrem Bekanntenkreis, sollte sich der Wert Ihres Geldgeschenks zwischen 30 und 50 Euro bewegen. Sind Sie aber mit dem Brautpaar befreundet, darf es gern etwas mehr sein: Bis zu 100 Euro sind in jedem Fall angebracht. Gehört das Brautpaar allerdings zur Familie, geht auch noch mehr.

Meist schenken Tanten, Onkeln und die Eltern des Brautpaares pro Person häufig ab 100 und teilweise sogar bis zu 500 Euro. Laut einer Umfrage von geschenke.de gaben über die Hälfte der Befragten an, für Familienmitglieder gerne mehr als 100 Euro hinzublättern. 12 Prozent schenkten zur Hochzeit sogar mehr als 250 Euro.

Ein No-Go für 94 Prozent der Teilnehmer: weniger als 50 Euro zu verschenken. Für die liebe Familie greift man nämlich sehr gerne mal etwas tiefer in die Taschen. Und auch wenn es um die besten Freunde geht: Hier glauben 54 Prozent der Befragten, dass ein Betrag um die 100 Euro angemessen seien.

Als Paar Geldgeschenk für Hochzeit aufteilen

Tipp: Wenn Sie mit Ihrer besseren Hälfte auf eine Hochzeit eingeladen sind, können Sie auch gerne das Geldgeschenk durch zwei teilen. Egal, ob nähere Verwandtschaft, Freunde oder Bekannte – überlegen Sie sich einen angemessenen Betrag für den jeweiligen Anlass und lassen Sie Ihren Partner sich mit seiner Zustimmung an der Summe beteiligen. Vorteil: Das schont auch Ihren Geldbeutel.

Doch was sagt eigentlich der gute, alte Knigge?

Die Etikette-Bibel stimmt dem oben Genannten weitgehend zu. Schließlich kann Ihnen niemand vorschreiben, wie viel Sie letztlich dem Brautpaar schenken sollen. Als Grundsatz gilt auch nach Knigge, dass Sie dem Brautpaar zumindest so viel schenken sollten, wie das Brautpaar für den Hochzeitsgast auf der Hochzeit ausgibt (etwa zwischen 35 und 80 Euro).

Am schönsten ist beim Schenken natürlich, wenn Sie dem Brautpaar ein Lächeln ins Gesicht zaubern – und ihm helfen, in die gemeinsame Zukunft zu investieren.

Falls Sie in München und Umgebung eine Hochzeitslocation suchen, wird Ihnen diese nützliche Adress- und Checkliste von tz.de* helfen. 

jp

*tz.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

Bridal Couture Designer machen die Braut schön

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Kommentare

MotheratworkAntwort
(0)(0)

Leider ist mir das auch schon passiert. Es wurden für "auswärtige Gäste" Zimmer reserviert in einer nahegelegen Pension. War ja super nett, dass man sich nicht selber darum kümmern musste. Die Feier war in einem Schlossähnlichen Gebäude mit Zimmer für das Brautpaar und die nahen Angehörigen. Ist auch in Ordnung. Was mich geärgert hat, das es nicht kommuniziert wurde, dass die Gäste es selber zahlen sollen. Ich hatte das Glück mit zwei anderen in einem Doppelzimmer mit Zusatzbett zu kommen, somit haben wir uns die Kosten geteilt, aber dass alles wurde uns erst nach dem Frühstück gesagt. Wir wussten von dem selber zahlen alles nichts. Hat uns gestunken. Das Geschenk habe ich tatsächlich vergessen am Abend auf den Brauttisch zu legen. Ich habe meine Zeche davon bezahlt.
Die darauffolgende Hochzeitsfeier war ähnlich. Aber ich bin nach Hause gefahren. Taxi zum Bahnhof und nach München rein. War billiger als dort übernachten!

Technick
(0)(0)

Da wir hier gerade beim Thema Familienfeiern sind, eine Frage in die Runde:
Ist es heutzutage üblich das geladene Gäste ihre Übernachtung/Unterkunft selbst bezahlen müssen?
Ist mir in den letzten Jahren im Familienkreis schon mehrfach passiert.
Sowohl bei runden Geburtstagen als auch bei Hochzeiten.
Ich habe das anders gelernt, wenn ich mir Gäste lade übernehme ich deren Übernachtung.
So haben meine Frau und ich das bei unserer Hochzeit entsprechend gehändelt.
Deshalb habe ich die letzte Einladung zu einer Hochzeit in der Familie ausgeschlagen.
600 Km fahren 2 Übernachtungen für 4 Personen und dann werden noch üppige Geldgeschenke erwartet?
Nein Danke für das Geld kann ich eine schöne Woche Urlaub mit meiner Familie verbringen.

Edit:

Gerade gesehen, der Artikel ist vom 23.04.18 und die Kommentare z.T. schon 12 Monate alt?

paulAntwort
(0)(0)

Also mein Nachbar hat für 40 Leute (inklusive Übernachtungen ) 17.000 bezahlt.