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5 Spartipps – Das können Sie von der Steuer absetzen

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Von: Janine Napirca

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Noch schnell zum Jahreswechsel etwas von der Steuer absetzen? Mit diesen fünf Spartipps können Sie noch vor Jahresende Geld sparen.

Wenn Sie Ihr Geld zum Jahresende* hin gezielt ausgeben, können Sie das Maximum aus Ihrer Steuererklärung 2021 herausholen. Wie Sie Ihre Ausgaben sinnvoll planen und so das steuerpflichtige Einkommen vermindern, erfahren Sie hier.

Spenden von der Steuer absetzen: Gutes tun und dabei Geld sparen

Bestimmt haben Sie schon davon gehört, dass man Spenden von der Steuer absetzen kann. So tut man gleichzeitig sich selbst und anderen etwas Gutes, denn Geld zu spenden lohnt sich auch steuerlich. Wichtig ist allerdings, dass die Organisationen, für die Sie spenden, als gemeinnützige Hilfsorganisation anerkannt sind. Bis zu 300 Euro werden über den Überweisungsbeleg vom Finanzamt anerkannt. Bei einem höheren Spendenbetrag ist eine Spendenquittung notwendig. Auch Mitgliedsbeiträge und Sachspenden lassen sich von der Steuer absetzen, sofern der Wert nachzuweisen ist. Insgesamt können Sie Spenden in Höhe von bis zu 20 Prozent Ihrer Jahreseinkünfte angeben. Zumindest dann, wenn es sich um gemeinnützige Organisationen handelt. Bei Parteispenden oder Spenden an Stiftungen werden zudem größere Summen anerkannt.

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Steuern sparen durch Altersvorsorge?

Wussten Sie, dass Sie auch mit Ihrer Altersvorsorge Geld sparen können? Denn für die Riesterrente ist ein Zuschuss vom Staat von bis zu 175 Euro möglich. Für Kinder kommen je nach Alter bis zu 300 Euro hinzu. Um diesen staatlichen Zuschuss zu beanspruchen, müssen Sie jedoch mindestens vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens (maximal 2.100 Euro) eingezahlt haben. Sollten Sie bislang zu wenig eingezahlt haben, kann sich Nachrechnen zum Jahresende hin lohnen. Auch bei anderen Rentenverträgen können Steuern gespart werden. Bis zu 92 Prozent der Beitrage können 2021 als Sonderausgaben (maximal 25.800 Euro) von der Steuer abgesetzt werden.

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Homeoffice-Zubehör und Co.: Das können Sie von der Steuer absetzen

Haben Sie 2021 mehr als 1.000 Euro für berufliche Kosten wie Equipment – Computer/Laptop, Bildschirm, neues Headset für Videokonferenzen –, Fahrtkosten zur Arbeit oder Homeoffice-Pauschale, ausgegeben, können Sie sich diese so genannten Werbungskosten über die Steuererklärung für 2021 zurückholen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die kein eigenes Büro/Arbeitszimmer zuhause haben, können für Mehrkosten täglich fünf Euro, jährlich maximal 600 Euro von der Steuer absetzen. Haben Sie die 1.000 Euro Grenze fast erreicht, kann es sich also lohnen, den noch fehlenden Betrag in weitere Büroausstattung zu investieren. Allerdings muss die bestellte Ware noch in diesem Jahr geliefert werden. Ware, die den Nettowert von 800 Euro überschreitet, muss über mehrere Jahre von der Steuer abgeschrieben werden. Sollten Sie Fortbildungen gebucht haben, können Sie auch diese Kosten steuerlich geltend machen.

Wie kann man Handwerker und Reinigungskraft von der Steuer absetzen?

Handwerkliche Tätigkeiten, die ein Haus oder eine Wohnung in Stand halten, können bis zu einem Wert von 6.000 Euro ebenfalls von der Steuer abgesetzt werden. Dazu zählen beispielsweise Malerarbeiten oder neu verlegte Böden. Berücksichtigt werden aber nur die Fahrtkosten und die Arbeitsleistung, nicht das Material. Außerdem sollte die Rechnung per Überweisung erfolgen, damit das Finanzamt sie anerkennt. Auch die Beschäftigung von Minijobbern, beispielsweise Reinigungskraft, Gärtner oder Hausmeister, wird vom Staat gefördert.

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Steuern sparen: Außergewöhnliche Belastungen durch unerwartete Kosten von der Steuer absetzen

Auch Kosten, mit denen Sie nicht gerechnet haben, lassen sich gegebenenfalls von der Steuer absetzen. Beispielsweise, wenn Betroffene der Flutkatastrophe nicht versichert waren, sich aber neue Möbel kaufen mussten, oder aber Ausgaben wie Beerdigungen, eine neue Brille oder gar Kur. Die Grenze der zumutbaren Belastung unterscheidet sich von Fall zu Fall. Eine Familie mit zwei Kindern bei einem gemeinsamen Jahreseinkommen von 60.000 Euro müsste zum Beispiel circa 1.700 Euro an unerwarteten Kosten selbst bezahlen. Höhere Ausgaben wirken sich steuermindernd aus. Sammeln Sie daher Ihre Rechnungen und planen Sie gezielt, wie, wann und wofür Sie Ihr Geld ausgeben, um Steuern zu sparen. (jn) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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