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Bis 2021 ist die Höhe des Rundfunkbeitrags festgesetzt, aber bereits jetzt beginnen Debatten über eine Erhöhung.

Streitthema Rundfunkbeitrag

Steigt der Rundfunkbeitrag mehr als gedacht, weil immer mehr Leute streamen?

Bis 2021 liegt der ehemalige GEZ-Beitrag noch fest bei 17,50 Euro. Danach müssen Verbraucher aber mit höheren Kosten für die öffentlich-rechtlichen Sender rechnen.

Schauen Sie die öffentlich-rechtlichen Sender nur noch über das Internet? Dann gehören Sie zu der wachsenden Zuschauergruppe von ARD und ZDF. Worüber sich die Sender eigentlich freuen sollten, stellt sich offenbar als Problem dar.

Streaming-Kosten bereiten Sendern Probleme

Grund: Die steigenden Online-Abrufe führen zu mehr Datennutzung, die die Sender bei ihren Internet-Anbietern bezahlen müssen, wie Chip.de berichtet. Demnach verdopple sich die Menge an ausgespielten Daten jährlich. Da die Einnahmen nicht parallel steigen, müsse daher der Rundfunkbeitrag deutlich steigen.

Dies ist aber erst ab 2021 wieder möglich. Bis dahin ist derBeitrag auf 17,50 Euro pro Haushalt im Monat festgesetzt. Dass der Rundfunkbeitrag steigt, gilt als fast sicher, aber wahrscheinlich nicht in dem Maße wie sich die öffentlich-rechtlichen Sender es sich wünschen.

Lesen Sie auch: Rundfunkbeitrag: Höhe, Umzug und Befreiung.

Rundfunkbeitrag soll nicht über 18 Euro steigen

Wie das Wirtschaftsmagazin "Capital" berichtet, stellen sich die Bundesländer gegen eine starke Steigerung. So wollen die Ministerpräsidenten, dass ARD und ZDF Geld sparen und der Rundfunkbeitrag bis 2023 auf 18 Euro gedeckelt wird. Allerdings entscheidet die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) über die Höhe des Beitrages und nicht die Bundesländer. Diese müssen jedoch einer Beitragserhöhung zustimmen.

Ende Januar soll es zu einem Gespräch zwischen Ländern und Sendern kommen. Laut Capital ist auch ein neues Beitragssystem in Planung. Demnach soll ab 2023 der Rundfunkbeitrag an die Inflation in Deutschland gekoppelt werden und regelmäßig steigen. Bis Ende April wollen die öffentlich-rechtlichen Sender ihren Finanzbedarf wie geplant anmelden.

Egal wie hoch der Beitrag künftig ausfällt oder berechnet wird, für viele Fernsehzuschauer bleibt der Rundfunkbeitrag ein Streitthema. Denn immer mehr Nutzer weichen auf andere kostenpflichtige Dienste wie Netflix oder Amazon Prime aus, um Serien und Filme zu sehen. Nachrichten wie sie, die ARD oder das ZDF heute senden, gibt es dort aber nicht.

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