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Pflicht endet, Homeoffice-Pauschale bleibt: So setzen Sie bis zu 600 Euro von der Steuer ab

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Von: Anne Hund

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Ein Rentner tippt angesichts der fälligen Steuererklärung in seinen Taschenrechner.
Die Angaben macht man in der Anlage N der Steuererklärung. © Hans-Jürgen Wiedl/dpa (Symbolbild)

Die Ampel will die Homeoffice-Pauschale bis Ende 2022 verlängern. Nach derzeitiger Regelung lassen sich maximal 600 Euro im Jahr ansetzen, verbunden mit einigen Hürden.

Die wegen der Corona-Krise vorübergehend eingeführte steuerliche Homeoffice-Pauschale soll um ein Jahr bis Ende 2022 verlängert werden. Darüber berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Es handelt sich demnach um einen der Punkte eines neuen Gesetzes, das Finanzminister Christian Lindner (FDP) auf den Weg gebracht habe. Wer von zuhause arbeite, könne dem geplanten Gesetz zufolge die Tage also weiterhin in der Steuererklärung angeben - unabhängig davon, ob er ein extra Arbeitszimmer habe oder aus Wohnzimmer oder Küche arbeite, wie dpa schilderte. Die Zustimmung von Kabinett, Bundestag und Bundesrat zu dem geplanten Gesetz, das auch noch andere Steuererleichterungen vorsehe, stehe allerdings noch aus.

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Homeoffice-Pauschale: 5 Euro pro Tag, maximal 600 Euro im Jahr

Wer profitiert derzeit von der Homeoffice-Pauschale? Aktuell kann man pro Tag im Homeoffice 5 Euro ansetzen, und maximal 600 Euro im Jahr. Die Homeoffice-Pauschale gelte für alle Berufs­tätigen – „egal, ob angestellt oder selbst­ständig. Auch für jeden Ehepartner einzeln“, hieß es in einem früheren Beitrag auf Test.de. Die Angaben macht man in der Anlage N der Steuererklärung*.

Steuer: Homeoffice-Pauschale zählt zu Werbungskosten

Allerdings zählt die Summe zu den Werbungskosten, für die allen Steuerzahlern pauschal ohnehin 1.000 Euro angerechnet werden. Das bedeutet: Nur wer mit seinen Kosten hier über die 1.000-Euro-Grenze kommt, profitiert von der Sonderregel.

Oder anders gesagt: Die maximal 600 Euro rentieren sich nur dann, wenn der Arbeitnehmer noch weitere Werbungskosten hat. Denn erst, wenn alle beruflichen Ausgaben zusammen den Betrag von 1.000 Euro im Jahr überschreiten, wirkt sich das steuermindernd aus.

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Nicht alle dürfen auf Plus bei Steuererklärung hoffen

Auf ein Plus bei der Steuererklärung dürften die meisten nicht hoffen, so der Hinweis der Experten der Stiftung Warentest. „Wer also mit Home­office-Pauschale plus weiteren Werbungs­kosten, etwa für Computer, Handy oder Drucker nicht über 1.000 Euro kommt, geht leer aus“, berichtete Test.de.  Und nicht nur das könnte sich als Nachteil für viele Angestellte im Homeoffice erweisen. „Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler (BdSt) gehen zum Beispiel all jene leer aus, die vor der Pandemie weite Strecken zum Arbeitsplatz pendelten, ab April 2020 jedoch durchgängig zu Hause blieben“, heißt es in einem Beitrag auf Capital.de. „Denn die Heimarbeitspauschale gibt es nur für maximal 120 Arbeitstage im Jahr, mehr nicht.“ Etwas besser dran seien Arbeitnehmer mit kurzem Arbeitsweg, „doch der Effekt hält sich auch für sie in Grenzen“. Die Ampelkoalition plant dem Bericht zufolge, die Homeoffice-Pauschale bis Ende 2022 zu verlängern und womöglich anzupassen. (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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