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Forderung: Aus Kindergeld, Hartz IV und Co. soll eine Kindergrundsicherung werden

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Von: Anne Hund

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Taschengeld für Kinder und Jugendliche
Die Kindergrundsicherung gehört aus Sicht der Verbände in den nächsten Koalitionsvertrag. © Jens Büttner/dpa (Archivbild/Symbolbild)

Die nächste Bundesregierung müsse eine Kindergrundsicherung einführen, fordern Sozialverbände. Um welches Geld für Familien es konkret geht – und wie es ausgezahlt werden könnte.

Sozialverbände, Kinderschutzorganisationen und Gewerkschaften fordern, das Kindergeld, den Kinderzuschlag und Hartz IV für Heranwachsende in einem Betrag zusammenzufassen – der sogenannten Kindergrundsicherung. Darüber berichtete unter anderem SWR.de.

Deutschlandweit findet diese Forderung Beachtung. Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl rief die Allianz aus 22 Sozialverbänden und Gewerkschaften Tagesschau.de zufolge alle Parteien dazu auf, der Bekämpfung von Kinderarmut höchste Priorität einzuräumen. Die Kindergrundsicherung gehöre in den nächsten Koalitionsvertrag und müsse als prioritäres Vorhaben in der kommenden Legislaturperiode umgesetzt werden, hieß es.

SPD, Grüne und Linke sprechen sich der Deutschen Presse-Agentur (dpa) für ein solches Modell aus. Dabei gehe es darum, die bestehenden staatlichen Leistungen für Kinder zusammenzufassen, automatisch auszuzahlen und für Eltern eine gemeinsame Anlaufstelle dafür zu schaffen. Genannt werden dpa zufolge das Kindergeld, der Kinderfreibetrag*, Zuschüsse für Schul- und Freizeitaktivitäten (Bildungs- und Teilhabepaket) und Hartz-IV-Leistungen für Kinder und Jugendliche.

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Sozialverbände fordern eine Kindergrundsicherung

Als Basis für die geforderte Kindergrundsicherung müsse das Existenzminimum für alle Kinder „neu und realistisch“ berechnet werden, forderten die Organisationen und Verbände den Berichten vom 23. August zufolge außerdem. Notwendig sei eine Leistungshöhe, die deutlich über den Hartz-IV-Sätzen für Kinder und Jugendliche liegt. „Die vielen familienbezogenen Leistungen erreichen ihr Ziel, Armut von Kindern zu vermeiden, nicht.“ Zudem wird bemängelt, dass vieles zu bürokratisch und nicht ausreichend aufeinander abgestimmt sei.

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Der Kinderschutzbund plädiere seit Jahren für eine grundlegende Reform der staatlichen Familienleistungen, hieß es zum Thema in einem Bericht des Deutschlandfunks vom 17. August. Das Bündnis Kindergrundsicherung, dem auch der Kinderschutzbund angehöre, fordere eine Grundsicherung von 330 bis 695 Euro monatlich je Kind, abhängig vom Einkommen der Eltern. (ahu)*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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