Geplant ist ein sogenannter Kinderbonus - vorab wurde darüber viel diskutiert..
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Für Familien bedeutet das Gesetz weniger Papierkram. Doch der Bundesrat muss erst noch zustimmen.

Beschluss im Bundestag

Kindergeld: So einfach können Sie es künftig beantragen

  • Anne Hund
    vonAnne Hund
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Ein neues Gesetz soll es Eltern in Zukunft einfacher machen, wenn Sie Kindergeld und andere Hilfen beantragen wollen. Lesen Sie hier, was geplant.

Diese Maßnahme dürfte in vielen Haushalten mit Kindern für Erleichterung sorgen: Ein in dieser Woche vom Bundestag verabschiedetes Gesetz macht es möglich, das Kindergeld, die Geburtsurkunde und das Elterngeld in einem Rutsch online zu beantragen. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) nach dem Beschluss des Bundestags am 4. November.

Lesen Sie zudem: Corona-Hilfen: Wer hat Anspruch auf wieviel Geld – und wann kommen die Hilfen?

Kindergeld künftig 2021 online beantragen – Bundesrat muss noch zustimmen

Der lästige Papierkram hat sich somit – ein Stück weit – erledigt. Mütter und Väter sollen dadurch von überflüssiger Bürokratie befreit werden. „Kindergeld beantragen wird endlich so einfach wie Onlinebanking oder Onlineshopping“, erklärte
Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) laut dpa.

Lesen Sie auch: So viel Kindergeld gibt es ab 2021 – und was ist mit den Steuern?

Kindergeld wird ab 2021 erhöht – und Kinderzuschlag steigt

Allerdings muss nach dem Bundestag auch noch der Bundesrat zustimmen, damit die Neuregelung zum Jahreswechsel in Kraft treten kann. Eltern können, was das betrifft, also gespannt ins neue Jahr blicken.

Für Familien ist es nicht die einzige gute Nachricht, was das Kindergeld betrifft – denn die Leistung wird ab Januar 2021 erhöht. Und auch beim Kinderzuschlag gibt es für viele Familien eine finanzielle Verbesserung ab dem kommenden Jahr. Eine zusätzliche Finanzspritze für Eltern gab‘s in Folge der Coronkrise in diesem Jahr durch die Auszahlung eines Kinderbonus. Kritiker fordern darüber hinaus, dass Eltern in der Krise grundsätzlich besser unterstützt werden.

Lesen Sie hier: Der Kinderzuschlag steigt – die Leistung gibt es zusätzlich zum Kindergeld

Hilfe bei der Steuer

Steuerpflichtig? Eine passende Steuersoftware (werblicher Link), bei der die einzelnen Schritte nachvollziehbar erklärt werden, kann eine gute Hilfe sein.

Auch interessant: Renten-Schock für Millionen Deutsche – Nullrunde im Jahr 2021 im Westen erwartet

Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt überweisen. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück.
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig.
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten - schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person.
Kinder kosten viel Geld - doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld, sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage Kind von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben.
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