Corona-Krise

Kinderkrankengeld: FDP und Grüne fordern mehr Unterstützung für Eltern

  • Maria Dirschauer
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Oppositionspolitikerinnen von FDP und Grünen fordern eine großzügigere Unterstützung von Eltern während der Corona-Krise mit zusätzlichem Kinderkrankengeld.

Die Opposition fordert, dass beim Kinderkrankengeld und den Kinderkrankentagen* nachgebessert wird, um Eltern in der Corona-Pandemie besser zu unterstützen. „Angesichts steigender Infektionszahlen und ansteckenderer Virusmutationen ist absehbar, dass für viele Familien die bislang vorgesehenen zusätzlichen Kinderkrankentage nicht ausreichen werden“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Maria Klein-Schmeink, wie die Welt am Sonntag berichtet. Sie forderte eine Ausweitung der Regelung.

Kinderkrankentage bei vielen Familien schon aufgebraucht – Selbstständige außen vor

Unterstützung erhält Klein-Schmeink von der FDP-Gesundheitspolitikerin Katrin Helling-Plahr. Die zusätzlichen Kinderkrankentage seien in vielen Familien bereits aufgebraucht, sagte sie. Zudem gelte die Regelung bislang nur für gesetzlich krankenversicherte Eltern, daher blieben etwa viele Selbstständige außen vor. Von der Bundesregierung forderte sie deswegen „einen auskömmlichen Anspruch für alle Eltern, die ihre Kinder pandemiebedingt betreuen.“

Lesen Sie auch: Kinderkrankentage: Wann eine Steuererklärung fällig ist – die Nachteile für Eltern.

Kinderkrankentage verdoppelt: Das gilt aktuell für Eltern in der Corona-Krise

Die sogenannten Kinderkrankentage waren für das laufende Jahr bereits verdoppelt worden – rückwirkend zum 5. Januar 2021:

  • Pro Elternteil gibt es nun 10 statt 20 Tage.
  • Alleinerziehende bekommen 40 statt der üblichen 20 Tage.
  • Neu ist, dass die Leistung nicht nur genutzt werden kann, wenn ein Kind krank ist, sondern auch, wenn Kita oder Schule wegen Corona-Maßnahmen geschlossen oder nur im eingeschränkten Betrieb sind.
  • Auch Eltern, die prinzipiell zuhause arbeiten könnten, das aber nicht mit der Kinderbetreuung vereinbaren können, haben einen Anspruch auf Kinderkrankentage.

Das Kinderkrankengeld beträgt 90 Prozent des Nettoverdienstes und wird von den Krankenkassen ausbezahlt. Laut der Welt am Sonntag zahlten im Februar 2021 die elf AOKs in Deutschland 23,28 Millionen Euro Kinderkrankengeld aus – das sind rund 57 Prozent mehr als im Vorjahr. (dpa/mad) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weitere Quellen: Fragen und Antworten zu Kinderkrankentagen und zum Kinderkrankengeld

Weiterlesen: Mehr Kindergeld und ein Kinderbonus: So können Familien jetzt profitieren.

Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt überweisen. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück.
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig.
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten - schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person.
Kinder kosten viel Geld - doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld, sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage Kind von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben.
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Rubriklistenbild: © Sascha Steinach/Imago

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