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Wer nicht aufpasst, der tappt schnell in die Klickfalle diverser Mail-Anbieter - und zahlt am Ende für Leistungen, die er gar nicht wollte.

GMX und WEB.DE

Kostenfalle Mail-Abo: Diese Anbieter zocken Sie ab

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Von wegen kostenlos: Wer bei GMX oder WEB.DE einen Email-Account hat, muss dreimal hinsehen – ansonsten tappt er in die Abo-Falle.

Tagtäglich schauen die Deutschen für die Arbeit oder privat in ihren Mail-Account, um die neuesten Nachrichten zu checken. Viele haben ihren Account bei einem der zahlreichen kostenlosen Mail-Anbieter, wie zum Beispiel GMX oder WEB.DE.

Kostenlose Mail-Accounts: Anbieter ärgern ihre Nutzer mit ungewollten Abos

Doch die Umsonst-Kultur scheint vorbei zu sein – denn nun kassieren GMX und WEB.DE mit teuren und – ungewollten – Premium-Diensten ab. Dabei werden Nutzern zusätzliche Abos untergejubelt. Die Verbraucher sind über dieses dreiste Vorgehen so empört, dass sie sich in ihrer Not reihenweise an die Verbraucherzentralen wenden. Und die warnen jetzt vor dem Abschluss sogenannter Abo-Fallen.

Dabei sehen die Startseiten der Mail-Anbieter zuerst noch ganz harmlos aus. Nutzer, die bei GMX oder Web.de einen Kostenlos-Account haben, werden nach dem Login allerdings nicht sofort zu ihrem Postfach, sondern zu einer Internetseite des Anbieters weitergeleitet.

Hier lockt er dann mit seinen zusätzlichen Diensten oder Saisonaktionen. GMX zum Beispiel wirbt gerade im Hinblick auf Ostern für seine Premium-Angebote "ProMail" oder "TopMail". Doch wer lieber gleich zu seinem Postfach weiterklicken möchte und nicht genau hinsieht, der hat schnell ein bis zwei Premium-Abos abgeschlossen.

Mit diesem Trick legen uns die Mail-Anbieter herein

Der Grund: R echts unten erwarten wir eigentlich den "Weiter"-Button. Stattdessen platziert GMX dort einen leuchtend grünen "Kaufen"-Button. Links daneben steht erst "Weiter zum Postfach" – allerdings ist der Button weiß und auf dem hellen Hintergrund fast unsichtbar. Verständlich, dass viele Nutzer erfahrungsgemäß vermuten, dass der grüne Button die eigentliche Weiter-Funktion darstellt.

Der Ex-Grüne-Politiker und Verbraucherschützer Klaus Müller steht dem kritisch gegenüber und stellt gegenüber BILD klar: "Verbraucher dürfen nicht durch Klickfallen zu ungewollten Vertragsabschlüssen verleitet werden. Nicht alles, was legal ist, ist auch legitim." 

So werden Sie ein ungewolltes Abo wieder los

Doch was tun, wenn es schon zu spät ist? Am besten kündigen Sie die lästigen Verträge so schnell wie möglich. Wenn Sie in Ihrem Account eingeloggt sind, finden Sie sie unter "Meine Verträge". Doch Vorsicht: Wichtig ist, dass Sie alle Premium-Dienste einzeln auflösen.

Zudem sollten Sie sich auch direkt an Ihren Mail-Anbieter wenden und ihm nochmals die Kündigung der zusätzlichen Abos bestätigen. Meist ist dieser dann so kulant, dass er diese ohne Mehrkosten sofort zurückzieht.

Nicht nur die Kosten für Premium-Dienste, auch die Rundfunkgebühr können Sie umgehen.

Auch die Sparkassen und Volksbanken kassieren gerade bei Ihren Kunden ab.

Abgezockt: Die schlimmsten Fälle der Verbraucherzentrale

Die Polizei Lübeck warnt indes vor einer bösartigen E-Mail und einem Bußgeldbescheid als Anhang, wie nordbuzz.de* berichtet.

Von Jasmin Pospiech

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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