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Ein Mähroboter ist ein praktischer Gartenhelfer, doch nur mit anschalten und mähen lassen ist es nicht getan.

Praktische Gartenhelfer

Rasenmähen adé: Mähroboter im Praxistest

Rasenmähen ist viel Arbeit und verschlingt Zeit, die man lieber mit der Familie verbringen möchte. Ein Mähroboter klingt nach der perfekten Lösung: Was taugen die Elektroschafe?

So gut die Idee auf den ersten Blick klingt – der Teufel steckt wie immer im Detail. Ähnlich wie bei Staubsauger-Robotern kommt es bei der Qualität ihrer Arbeit auch bei Rasenmährobotern sehr auf die Umgebung an, in der sie eingesetzt werden.

Man braucht zwar nicht zwingend einen sauber manikürten englischen Rasen, um Mähroboter gut einsetzen zu können – aber je gepflegter der Garten und je ebener der Boden, desto leichter tun sich die Robo-Mäher.

Zwar können Mähroboter Hindernisse eigenständig umfahren, aber dann brauchen sie erheblich länger – und können dort, wo etwas herumliegt, auch nicht mähen. Kleinere Dinge oder auch Kabel werden vom Roboter gnadenlos überfahren. Das verursacht Fehlermeldungen und der Roboter bleibt erstmal stehen. Je aufgeräumter der Garten also ist, desto besser.

Auch Steigungen und Böschungen machen so manchem Mähroboter Probleme – und ganz nah an Kanten wie Einfassungen oder Mauern können sie ohnehin nicht mähen. Ränder schneiden sie nur sauber, wenn die Begrenzung plan mit der Rasenfläche ist, etwa bei gut eingepassten Fliesen oder Steinplatten, über die der Mäher fahren kann.

Tiere, Kinder & Co: Wie reagieren Mähroboter?

Wer Kinder oder Haustiere hat, fragt sich sofort, ob es nicht gefährlich ist, einen Rasenmähroboter eigenständig durch den Garten tuckern zu lassen. Natürlich kann man sich verletzen, doch die Hersteller haben vorgesorgt. Weit ausladende, tiefe Schürzen verhindern, dass man sofort auf die Messer trifft. Bei einigen Modellen werden feste Hindernisse grundsätzlich nicht zerschlagen und es gibt einen Stoßsensor, der den Roboter stoppt, wenn er beispielsweise an die Hauskatze stößt, die sich gerade in der Wiese sonnt.

Auch spielende Kinder sind relativ sicher. Sobald der Mäher angehoben oder auf die Seite gelegt wird hört das Messer auf, sich zu drehen. Bei den meisten Mährobotern sind die Messer außerdem beweglich angebracht, so dass sie kleine Kinderzehen nicht abtrennen können. Das Schlimmste, was dann passieren kann, ist eine Schnittverletzung.

Damit der Robomäher auch im eigenen Garten bleibt und nicht reißaus nimmt, muss das Grundstück mit einem dünnen Kabel eingefasst werden. Es wird mit Erdnägeln einfach in die Erde gesteckt und wächst innerhalb weniger Wochen ein. Beim Verlegen muss man allerdings penibel arbeiten und das Handbuch zu Rate ziehen, denn welchen Abstand das Kabel zu Mauern und anderen Begrenzungen haben muss, damit der Mähroboter nicht hängen bleibt, ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich.

Achten sollten Sie auch auf die Angabe, wie viel Quadratmeter ein Mähroboter schafft. Mäher, die auf 500 qm ausgelegt sind, schaffen es aufgrund ihres Akkus nicht, größere Rasenflächen zu mähen – auch die Antriebe sind dafür nicht ausgelegt. Für große Flächen jenseits der 1.000 qm sollte man sich an entsprechend ausgelegte Geräte halten, auch wenn die deutlich teurer sind.

Ein günstiger Spaß sind Mähroboter ohnehin nicht. Mindestens 600 Euro muss man investieren, aber man kann auch 2.000 dafür auf den Tisch legen. Dabei heißt teurer nicht automatisch besser, wie ein Test von AllesBeste zeigt.

Mähroboter im Praxistest

Das Testportal hat sechs Mähroboter des gesamten Preisspektrums für mehrere Wochen in einem Praxistest gegeneinander antreten lassen.

Testsieger wurde ausgerechnet der günstigste Mähroboter im Test: Der Worx Landroid S WiFi schaffte jede Unebenheit im Rasen, fuhr sich nicht fest und mähte näher an die Ränder als jeder andere Robo. Dank Regensensor fährt er bei Regen eigenständig zur Station zurück. Mit einem Einstandspreis von knapp 650 Euro ist er durchaus erschwinglich. Allerdings ist er auch nur für Rasenflächen bis 500 qm geeignet.

Für große Gärten bis zu 2.200 qm empfehlen die Tester den Husqvarna Automower 420. Er wird auf Wunsch von einem Installateur eingerichtet und lässt sich sehr genau an die Gegebenheiten des eigenen Gartens anpassen. Dank Suchkabel findet er schnell zu anderen Rasenteilflächen und zurück zu seiner Ladestation.

Alles, was Sie zum Thema Rasenmähroboter wissen müssen, können Sie im ausführlichen Test von AllesBeste nachlesen. Dort erfahren Sie auch, von welchen Geräten Sie besser die Finger lassen.

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