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Ein Apotheker soll das Leid vieler Krebspatienten zu seinem Profit ausgenutzt haben.

Bereits in U-Haft

Medikamenten-Skandal: Apotheker prellte Krebspatienten

Unglaublich, aber wahr: Ein Apotheker aus Bottrop soll hilflosen Krebspatienten gestreckte Medikamente verkauft haben - und so Millionen gescheffelt haben. 

Der Vorwurf ist ungeheuerlich: Apotheker Peter S. aus Bottrop soll in über 50.000 Fällen Krebsmedikamente gestreckt haben. Statt den Menschen zu helfen, die mit dem Tod ringen, dachte er offensichtlich nur an seinen Profit. Denn mit seinem Arznei-Pfusch prellte er die Kassen wohl um Millionen.

Medikamente gestreckt - und Leben von Patienten riskiert?

Ob Patienten die Praktiken des 46-Jährigen mit dem Leben bezahlten, ist bisher unklar – im Haftbefehl gegen den Apotheker heißt es aber, dass "die weiteren Ermittlungen durchaus Hinweise auf versuchte oder gar vollendete Tötungsdelikte ergeben können".

Der Staatsanwaltschaft sollen Anzeigen von Betroffenen und von Angehörigen verstorbener Patienten vorliegen. Momentan sitzt der Mann, der sich laut Bild-Zeitung, eine Zehn-Millionen-Euro-Villa mit Rutsche vom Bad im 1. Stock bis in den Pool gönnte, in Untersuchungshaft.

Prozess steht an: Skandal deckte Mitarbeiter auf

Wegen der besonderen Umstände des Falles ordnete das Oberlandesgericht Hamm am Mittwoch eine Verlängerung der sonst üblichen Höchstdauer von sechs Monaten an. Dass in der Apotheke von S. etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, war schon im November 2016 öffentlich geworden. Ein Mitarbeiter, der als kaufmännischer Leiter fungierte, deckte den Skandal auf.

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tz

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