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Dr. Manfred Ertl, Group Vice President und Leiter Corporate Finance von Giesecke+Devrient.

Gesund und nachhaltig

Nach Rekordumsatz: Giesecke+Devrient setzt weiter auf Wachstum

Giesecke+Devrient (G+D) ist einer der international führenden Konzerne für Sicherheitstechnologie mit Hauptsitz in München. Hier erfahren Sie mehr darüber.

Zum Firmenkonsortium von G+D gehören 72 Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen in 32 Ländern weltweit. Zum Ende des vergangenen Jahres waren knapp 11.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für G+D tätig. Im Geschäftsjahr 2016 wurde mit einem Gesamtumsatz von rund 2,1 Milliarden Euro ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Das weltweit tätige Familienunternehmen mit deutschen Wurzeln wurde 1852 von Hermann Giesecke und Alphonse Devrient in der Druck- und Verlagsstadt Leipzig als „Officin für Geld- und Wertpapiere“ gegründet.

Giesecke+Devrient setzt auf Vertrauen, Sicherheit und Kompetenz

Das vielfältig aufgestellte Geschäftsmodell, geprägt von hoher Innovationskraft und strategischen Entscheidungen mit Weitsicht, ist im Grundsatz auf `Creating Confidence´ aufgebaut. Dabei gelten Vertrauen, Sicherheit und Kompetenz als Leitbegriffe des Konzerns. Innovative und kundenorientierte Produkte, Systemlösungen und Dienstleistungen machen G+D zu einem verlässlichen Partner für Regierungen, Notenbanken, Sicherheitsdruckereien, kommerzielle Cash-Center-Betreiber, Behörden und Unternehmen. G+D gehört in seinen Geschäftsfeldern G+D Currency Technology, G+D Mobile Security, Veridos und secunet weltweit zu den Markt- und Innovationsführern.

Wir hatten die Gelegenheit, mit Dr. Manfred Ertl, Group Vice President und Leiter Corporate Finance von Giesecke+Devrient, über gewachsene Marktpräsenz, länderspezifische Zahlungsmodalitäten, Behauptung und Risikofreudigkeit im globalen Wettbewerb und den aus der Kooperation mit Creditreform resultierenden Nutzen zu sprechen.

Verraten Sie uns bitte, welche Märkte Giesecke+Devrient aktiv abdeckt?

Dr. Manfred Ertl: G+D ist global ausgerichtet, was durch eine Exportquote von über 85 Prozent zum Ausdruck gebracht wird. Bedient werden auf vertrieblicher Ebene staatliche und privatwirtschaftlich ausgerichtete Kunden – national wie internationaler – einerseits aus Deutschland heraus sowie andererseits über rechtlich selbständige Landesgesellschaften.

Auf welche Risikostrategie setzen Sie, um sich im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu behaupten und die herausragende Marktposition von G+D zu verteidigen?

Ertl: Dem globalen Umfeld angepasst, wird eine international ausgerichtete Risikostrategie umgesetzt. Dem Grundsatz unseres Geschäftes folgend – `Creating Confidence´ – ist diese Risikostrategie darauf ausgerichtet, gewichtige Risiken zu identifizieren und zu analysieren, zu bewerten und entsprechend zu steuern.

Es gilt der Grundsatz, dass existenzgefährdende Risiken abgesichert werden müssen. Überschaubare und kalkulierbare Risiken werden dagegen durchaus selbst getragen. Oftmals müssen sogar Risiken (z.B. bei Exportgeschäften an staatliche Abnehmer) eingegangen werden, um überhaupt im Wettbewerb bestehen zu können. Aufgabe des zentralen Finanzbereiches ist es in diesem Zusammenhang, gerade beim Zahlungsausfallrisiko mit Kunden entsprechende Techniken und Instrumente zur Steuerung dem Vertrieb zur Verfügung zu stellen.

Auf welchen Märkten bestehen welche Risiken und sind sie je nach Markt verschieden?

Ertl: G+D steht weltweit Zahlungsausfall-Risiken, die mehr oder weniger stark bei verschiedenen Kundengruppen ausgeprägt sind, gegenüber. Im privatwirtschaftlichen Bereich lässt sich dies durch die Anwendung des nachgenannten Rating-Ansatzes lösen. Geschäfte mit staatlichen Abnehmern dagegen, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern, erfordern jedoch einen anderen Management-Ansatz. G+D löst dieses Problem durch die Einrichtung von Risikoplafonds für bestimmte Kundengruppen. Dabei werden gezielt überschaubare Risiken in begrenztem Umfang eingegangen.

Wichtig ist dabei noch die vollständige Transparenz über eingegangene Risiken bis zur höchsten Management-Ebene – durch ein konsequentes Reporting.

Seit knapp einem Jahr arbeiten Sie nun mit Creditreform in München zusammen. Welche Dienstleistungen nehmen Sie dabei in Anspruch und worin sehen Sie den Mehrwert und die besonderen Vorteile?

Ertl: Grundlage für die Steuerung des Ausfallrisikos war die Einrichtung eines Debitorenmanagements, das als Kernelement die Bonitätsbewertung jedes Geschäftspartners beinhaltet. Aufbauend auf einem Punkte-System werden für jeden Kunden fünf Kriterien, die noch in sich der Bedeutung nach gewichtet werden, beurteilt: Wirtschaftliches Ausfallrisiko des Kunden, Länderrisiko, Zahlungserfahrungen aus der Vergangenheit, Dauer der Geschäftsbeziehung sowie absolute Höhe des beantragten Kreditlimits. Wichtigstes Kriterium stellt dabei die Bonitätsbeurteilung des Kunden dar, die in der Regel über eine Handelsauskunft in Erfahrung gebracht wird. Für all diese Themen wurde mit Creditreform ein zuverlässiger Geschäftspartner gefunden, bei dem immer aktuelles und qualitativ hochwertiges Informationsmaterial über Kunden online, d. h. über einen Internet-Zugang, abgerufen werden kann. Zugang zur Online-Plattform von Creditreform haben dabei die jeweils mit dem Debitorenmanagement befassten nationalen und internationalen Mitarbeiter. Der zentrale Finanzbereich sieht sich hier in der Rolle, den Vertriebseinheiten sowie den dezentral angesiedelten Debitorenmanagern ein effizientes System zur Auskunftsbeschaffung zur Verfügung zu stellen. Wichtig ist es gerade von Seiten des Vertriebes, in Abhängigkeit der Komplexität der Kreditlimit-Anfrage entsprechendes Auskunftsmaterial in unterschiedlichem qualitativen Umfang abrufen zu können.

In welcher Form hat sich die Kooperation bereits spürbar bewährt bzw. ausgezahlt?

Ertl: Die Zusammenarbeit mit Creditreform ist seinerzeit aufgrund einer Ausschreibung, bei der eine Reihe von qualitativen Kriterien erfüllt werden mussten, zustande gekommen. Der Erfolg des Debitorenmanagements kann an der Ausfallquote von Forderungen direkt gemessen werden. Hier weist G+D erfreulicherweise eine unterdurchschnittliche Quote auf, was somit bestätigt, dass unser Management-Ansatz – mit der Wahl von CREDITREFORM als ebenso kompetenter wie erfahrener Partner und Dienstleister auf dem Gebiet – erfolgreich ist.

Vielen Dank für das ausführliche und interessante Gespräch.

Interview: Henning Nürnberg

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