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Ein obdachloses Pärchen steht jetzt vor Gericht, weil es Geld gefunden und verschenkt hat. Doch ist das gerecht? (Symbolbild)

Unglück im Glück

Obdachlose finden zufällig 300.000 Euro - jetzt droht ihnen Gefängnis

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Es klingt wie aus einem schlechten Hollywoodfilm: Ein belgisches Obdachlosen-Paar findet plötzlich 300.000 Euro. Doch nun stehen sie vor Gericht.

Zwei Belgier namens Kimberley und Joey dachten, sie hätten endlich mal Glück im Leben. Es schien, als hätten sie den Jackpot geknackt, als das obdachlose Paar in jener Nacht in einer verlassenen Lagerhalle kampieren wollte.

Obdachloses Paar findet 300.000 Euro und verschenkt das Geld - nun werden sie angeklagt

Als das Paar durch das verfallene Gebäude streift, entdeckt es eine alte Nähmaschine der US-amerikanischen Marke Singer. Als sie diese genauer begutachten, finden sie in ihr die gewaltige Summe von 300.000 Euro. Hocherfreut soll das Paar daraufhin das Geld an Familie und Freunde verschenkt haben.

Doch genau diese "gute Tat" wurde dem Pärchen nun zum Verhängnis – schließlich muss es sich jetzt vor Gericht dafür verantworten. Der Grund dafür: Kimberley und Joey (Nachnamen sind nicht bekannt) hätten laut dem Gericht in Gent, Flandern, gar nicht das Recht gehabt, Geld, das ihnen nicht gehört, weiter zu verschenken. Daher lautet nun die Anklage auf Geldwäsche.

Auch interessant: 41-Kilo-Münzschatz in Kühltruhe gefunden - Polizei steht vor einem Rätsel.

Aufgeflogen sei das Paar, als es bei einer Drogen-Razzia in der Wohnung eines Freundes erwischt wurde. Dort sollen nicht 1,5 Kilogramm Amphetamin und mehr als 1.000 Pillen von der Polizei beschlagnahmt worden sein, sondern den Beamten wäre auch aufgefallen, dass Joey 50.000 Euro Bargeld bei sich hatte. Da wurden sie misstrauisch – und das obdachlose Pärchen habe sich erklären müssen.

Paar will Geld behalten - doch es drohen saftige Geldstrafen 

Einsicht zeigen sie allerdings nicht – schließlich sei Joey ein "ehrlicher Finder" und wolle das Geld behalten, um für die beiden ein Haus zu kaufen und ein normales Leben führen zu können. Das verrieten jetzt ihre Anwälte gegenüber dem britischen Guardian.

In zwei Wochen wird nun das Gerichtsurteil erwartet. Wenn es schlecht läuft, drohen Freiheitsstrafen von eineinhalb Jahren auf Bewährung sowie eine Geldstrafe von jeweils 6.000 Euro.

Lesen Sie auch: Mann macht Sensationsfund, erfährt den Wert - und reagiert ungewöhnlich.

jp

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