Einige übereinanderliegende Eurogeldscheine.
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Gerade Fernpendler könnten profitieren.

2021

Pendlerpauschale: So machen sich längere Arbeitswege seit Januar bezahlt

Seit 2021 gilt die erhöhte Pendlerpauschale. Fernpendler bekommen dann mehr Geld für den Arbeitsweg vom Finanzamt zurück. Was Betroffene zudem wissen sollten.

Zum Januar 2021 gab es eine Neuerung: Wer weitere Arbeitswege zurücklegen muss, bekommt noch mehr erstattet. Darüber hat auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Mit Beginn des neuen Jahres steigt demnach die Entfernungspauschale ab dem 21. Kilometer auf 35 Cent und ab dem 1. Januar 2024 auf 38 Cent. Diese Erhöhung soll für einen Übergangszeitraum bis zum 31. Dezember 2026 gelten.

Für die ersten 20 Kilometer der Entfernung von der Wohnung zur ersten Tätigkeitsstätte bleibt es unterdessen bei den bekannten 30 Cent, erklärt der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine.

Neu ist dpa zufolge 2021 zudem, dass Geringverdiener, die gar keine Lohn- oder Einkommensteuern zahlen, bei längeren Fahrwegen profitieren. Diese Arbeitnehmer könnten eine sogenannte Mobilitätsprämie beantragen. Wichtig zu beachten sei: Geringverdiener müssten in der Regel keine Steuererklärung abgeben. Die Mobilitätsprämie bekomme man allerdings ohne Steuererklärung* nicht.

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Pendlerpauschale: Änderung ab Januar 2021

Von der Erhöhung der Pendlerpauschale sollen, wie es in dem Bericht unter anderem heißt, vor allem Fernpendler profitieren, denn auch die Benzinpreise steigen aufgrund der höheren CO2-Bepreisung im Rahmen des Klimaschutzprogrammes der Bundesregierung weiter an.

Anders als vielfach propagiert, schafft die Erhöhung der Pendlerpauschale selbst keinen Anreiz, auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen. „Der Gesetzgeber wollte lediglich einen Ausgleich für die steigenden Kosten des Arbeitsweges durch Umweltschutzmaßnahmen schaffen“, kommt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler in dem Bericht zu Wort.

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Prinzipiell werden maximal 4.500 Euro steuerlich berücksichtigt, wer mit dem eigenen PKW fährt, kann aber gegebenenfalls auch höhere Aufwendungen geltend machen. „Auch wenn man sich etwa eine Fahrkarte für den öffentlichen Verkehr angeschafft hat, kann man über die Werbungskosten im Einzelfall höhere Kosten absetzen“, sagt Klocke.

Konkret zu spüren bekommen Steuerzahler die mit der erhöhten Entfernungspauschale einhergehenden Erleichterungen frühestens in einem Jahr, wie es unter anderem in dem Bericht heißt– nämlich dann, wenn die Steuererklärung 2021 ansteht. Für das laufende Steuerjahr 2020 bleibt demnach noch alles beim Alten. (ahu/dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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