Betrug im Restaurant

Steht das auf Ihrer Rechnung, sollten Sie schnell handeln

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Falsche Rechnungen und fiese Tricks: Restaurants wollen um jeden Preis Steuern sparen – zu Lasten Ihrer Gäste. Und die unterstützen Sie unwissentlich dabei.

Hier ein privates Dinner als Geschäftsessen, dort angebliche Sonderausgaben: Die Deutschen sind sehr geschickt darin, bei den Angaben zur Steuererklärung zu tricksen. Schließlich will jeder so viel Geld wie möglich sparen.

Restaurant-Rechnung: So sparen dubiose Gastronomen Steuern

Doch manche übertreiben es – und bewegen sich mit ihren dreisten Tricks schon in der legalen Grauzone. Besonders Restaurants wenden perfide Methoden an, um ahnungslose Kunden hinters Licht zu führen.

So erhalten diverse Restaurantbesucher nach dem Essen eine zwielichtige Rechnung, die es in sich hat: Darauf finden Kunden ganz oben zum Beispiel einen Vermerk namens "Zwischenrechnung".

Bei der Auflistung der Speisen steht zudem oftmals unten zusätzlich der Hinweis "Das ist keine Rechnung". Wenn Sie diese sehen, sollten bei Ihnen alle Alarmglocken läuten. Doch was hat diese ominöse Anmerkung nur zu bedeuten?

Pseudo-Rechnungen täuschen Restaurant-Gäste

Wie die Zeitung "Die Zeit" bereits 2014 in einem groß angelegten Recherchebericht aufzeigte, handelt es sich dabei um sogenannte Pseudo-Rechnungen von Steuer-Betrügern. Das Thema ist gerade so brisant wie noch nie.

Diese können nämlich ebenfalls unter dem Deckmantel weiterer zwielichtiger Begriffe wie "Rechnungsentwurf", "Bar-Beleg", "Zwischenbeleg" oder "Vorabrechnung" auftauchen. Damit versuchen dubiose Gastronomen, einen Teil ihrer Einnahmen am Finanzamt vorbei zu schleusen.

Das müssen Sie tun, wenn Sie in die Rechnungs-Falle tappen

Meistens werden diese Pseudo-Rechnungen dann abends beim Abschluss aus der Kasse gelöscht. So berichtete ein Steueranwalt gegenüber der "Zeit", dass ihm diese Art von Rechnungen schon bei jedem dritten Restaurantbesuch unter die Augen gekommen sei.

Sein Tipp deshalb: Sofort die richtige Rechnung beim Kellner verlangen – ansonsten machen Sie sich wissentlich zum Mittäter. Schließlich wollen Sie einen Steuer-Betrüger nicht bei seinen illegalen Machenschaften unterstützen.

Von Jasmin Pospiech

Rubriklistenbild: © Twitter/Stonki

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