Zwei ältere Menschen sitzen auf einer Parkbank in der Sonne
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Bayerische Rentner beispielsweise bekommen weniger als im Bundesschnitt, wie der neue Rentenatlas zeigt.

Rentenatlas 2020

Rente: In diesem Bundesland ist sie am höchsten - Bayern unterm Durchschnitt

  • Anne Hund
    vonAnne Hund
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Die Bezüge der Rentner in Deutschland unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland im Durchschnitt erheblich, wie der Rentenatlas 2020 verrät. Hier das bundesweite Ranking.

Der Rentenatlas 2020 ist da - und er zeigt, wie ungleich die Renten* in den verschiedenen deutschen Bundesländer verteilt sind. So sind beispielsweise in Bayern die Renten immer noch niedriger als in den meisten anderen Bundesländern: 2019 bezogen dem neuen Rentenatlas zufolge im Freistaat pensionierte Arbeitnehmer im Schnitt 1.400 Euro Rente brutto. Bayern liegt damit auf Platz 11 der 16 deutschen Bundesländer. Der Bundesschnitt lag, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete, bei 1.413 Euro.

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Bruttobetrag der Renten im Schnitt: Saarland auf Platz 1

Im Saarland (Platz 1) und in NRW (Platz 2) gibt es dem Rentenatlas 2020 zufolge hingegen die höchsten Durchschnittsrenten mit 1.545 beziehungsweise 1.522 Euro im Monat nach mindestens 35 Versicherungsjahren. In beiden Ländern gab es früher viele gut bezahlte Arbeitsplätze in Industrie und Bergbau. Das macht sich, wie der neue Rentenatlas zeigt, entsprechend auch bei den durchschnittlichen Renten bezahlt.

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Rentenatlas 2020: Thüringen bildet Schlusslicht

Das Schlusslicht bildet dem Rentenatlas zufolge Thüringen mit im Schnitt 1.292 Euro, davor kommen die Bundesländer Sachsen-Anhalt mit 1.299, Mecklenburg-Vorpommern mit 1.306 und Sachsen mit 1.309 Euro. Die regionalen Unterschiede sind also immer noch deutlich. In den kommenden Jahren soll die Ost-West-Angleichung bei der Rente nach gesetzlichen Vorgaben weitergehen. In allen Bundesländern kommen die Frauen dem Rentenatlas 2020 zufolge im Schnitt auf weniger Rente als die Männer.

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Durchschnittlicher Bruttobetrag der Altersrenten nach mindestens 35 Versicherungsjahren in Euro (im Rentenbestand 2019):

Saarland1.545
Nordrhein-Westfalen1.522
Hamburg1.486
Hessen1.473
Baden-Württemberg1.464
Berlin-Ost1.454
Rheinland-Pfalz1.440
Schleswig-Holstein1.436
Niedersachsen1.423
Bremen1.421
Bayern1.400
Berlin-West1.380
Brandenburg1.343
Sachsen1.309
Mecklenburg-Vorpommern1.306
Sachsen-Anhalt1.299
Thüringen1.292

Quelle: Deutsche Rentenversicherung

Eine gute Nachricht in diesem Jahr für Rentner gab es: Seit Anfang Juli 2020 können sie sich über mehr Geld freuen. So wurden die Renten im Westen um 3,45 Prozent und im Osten um 4,2 Prozent erhöht. (ahu)*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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