Eltern mit einem kleinen Mädchen, aufgenommen am 16.04.2011 auf einem Spielplatz in München (Oberbayern).
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Kindererziehung sorgt für mehr Rente der Eltern.

Gesetzliche Rentenversicherung

So lukrativ sind Kinder für Ihre spätere Rente

  • Anne Hund
    vonAnne Hund
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Zeiten der Kindererziehung wirken sich auf die spätere Rente aus. Aber wie hoch ist der Ausgleich dafür, dass Eltern in den ersten Jahren oft weniger arbeiten?

Wer Kinder erzieht, bekommt dafür Pflichtbeiträge in der gesetzlichen Rentenversicherung* gutgeschrieben. Das soll einen Ausgleich dafür schaffen, dass Mütter und Väter in den ersten Jahren oft weniger arbeiten. Wie sieht der Ausgleich konkret aus?

Kindererziehung sorgt für mehr Rente der Eltern

Eltern bekommen für die Erziehung ihrer Kinder bis zu drei Jahre Beitragszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung pro Kind gutgeschrieben, erklärt die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge. Zudem fließt in die Berechnung der späteren Rente die Zeit bis zur Vollendung des zehnten Lebensjahres eines Kindes mit ein.

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Spätere Rente: So werden Kindererziehungszeiten berücksichtigt

Diese Berücksichtigungszeiten wirken sich positiv auf den Rentenanspruch aus, wie es in dem Bericht weiter heißt. Mit den Kindererziehungszeiten könnten Eltern auch Lücken in ihrer Versicherungsbiographie schließen. Darüber hinaus werde eine zeitgleiche versicherungspflichtige Beschäftigung im Rahmen der Rentenberechnung besser bewertet.

Diese Anrechnung lohne sich, wie es in dem Bericht weiter heißt: Die Anwartschaft aus einer versicherungspflichtigen Beschäftigung kann demnach bei geringem Verdienst, zum Beispiel wegen Teilzeitarbeit, um bis zu 50 Prozent wegen zeitgleicher Kinderberücksichtigungszeiten aufgewertet werden. „Der Verdienst wird höchstens bis zum Durchschnittsentgelt aufgestockt. Das Durchschnittsentgelt beträgt 2020 rund 40.551 Euro. Diese Aufwertung gibt es für Zeiten ab 1992“, schreibt dpa.

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Davon würden Versicherte profitieren, die zu Beginn ihrer Rente mindestens 25 Versicherungsjahre zurückgelegt haben. Außerdem müsse das Kind das dritte Lebensjahr vollendet haben. (ahu)*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Quellen: dpa, Deutsche Rentenversicherung

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Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt überweisen. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück.
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig.
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten - schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person.
Kinder kosten viel Geld - doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld, sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage Kind von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben.
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