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So werden Menschen aus der Ukraine unterstützt

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Von: Janine Napirca

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Ankunftszentrum auf den Tegler Flughafengelaende 20.03.2022, Berlin, Berlin, Deutschland, DEU - Ukraine Ankunftszentrum auf den Tegler Flughafengelaende. Ukrainische Kriegsfluechtlinge werden nach dem Koenigsberger Schluessel auf die Bundeslaender verteilt.
Lesen Sie hier, wie Menschen aus der Ukraine, die beispielsweise beim Ankunftszentrum auf dem Berliner Flughafengelände Tegel ankommen, in Deutschland unterstützt werden. © Stefan Trappe/IMAGO

Die Stiftung Warentest hat Antworten auf die wichtigsten Fragen rund zur humanitären Hilfe für die Menschen aus der Ukraine zusammengefasst.

In einem Bericht beantwortet die Stiftung Warentest wichtige Fragen zur humanitären Hilfe im Ukraine-Krieg. Welche Hilfe die Menschen aus der Ukraine gerade benötigen, wie ihnen geholfen wird und was Sie selbst tun können, um zu helfen, lesen Sie hier.

Geflüchtete aus der Ukraine: Das gilt für den Aufenthalt in Deutschland

Bis zum 23. Mai 2022 dürfen folgende Personen laut der Stiftung Warentest ohne Visum aus der Ukraine nach Deutschland einreisen:

Quelle: Stiftung Warentest

Dem Bericht zufolge besteht für die meisten oben genannten Personengruppen die Möglichkeit, eine Aufenthalts­erlaubnis nach § 24 Aufenthalts­gesetz zu beantragen. Die Aufenthaltserlaubnis gilt zunächst für ein Jahr und kann gegebenenfalls schrittweise auf drei Jahre angehoben werden. Es ist wichtig, dass sich Geflüchtete in der untergebrachten Stadt oder Gemeinde registrieren. Vor allem, wenn Sie auf eine Unterkunft oder medizinische Versorgung angewiesen sind, ist eine Registrierung erforderlich, damit Sie Anspruch auf Sozialleistungen haben. Menschen aus der Ukraine, die bei Familienangehörigen oder Freundinnen und Freunden untergekommen sind, sollten sich ebenfalls registrieren. Denn es ist laut Stiftung Warentest anzunehmen, dass die Zahl der Geflüchteten weiter ansteigt. Was Sie über die finanziellen Folgen durch den Ukraine-Krieg wissen sollten, erfahren Sie hier*.

Unterkunft für aus der Ukraine Geflüchtete

Für die Einreise nach Deutschland benötigen Menschen aus der Ukraine kein Visum. Sie dürfen laut Stiftung Warentest dort wohnen, wo sie möchten und auf staatliche sowie kommunale Angebote zurückgreifen oder bei Bekannten unterkommen. Ausgenommen sind unbegleitete Minderjährige, für die das Jugendamt zuständig ist. Wenn Sie eine Unterkunft zur Verfügung stellen möchten, wenden Sie sich an Hilfsorganisationen, Vereine oder Kirchen.

Die Integrations­beauftragte der Bundes­regierung empfiehlt laut Stiftung Warentest folgende Platt­formen:

Unterkunft Ukraine
warmes-bett.de
host4ukraine.com (Eng­lisch)

Diese medizinische Versorgung erhalten Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland

Nach dem Asylbewerber­leistungs­gesetz haben Geflüchtete Anspruch auf eine medizi­nische Behand­lung, darunter fällt dem Bericht zufolge:

In der Regel benötigen Geflüchtete dafür laut Stiftung Warentest einen Behand­lungs­schein. Dieser kann bei der Kommune ausgestellt werden.

Das müssen Geflüchtete aus der Ukraine über Kontoeröffnung, Geldwechsel und Versicherungsschutz wissen

Konto eröffnen und Bargeld umtauschen:

Die Finanz­aufsicht Bafin ermöglicht es dem Bericht zufolge, dass Menschen aus der Ukraine in Deutsch­land ein Basis­konto eröffnen können. Sie benötigen lediglich einen gültigen ukrai­nischen Personal­ausweises („Identity Card“). Eine Schufa-Abfrage ist nicht notwendig.

Aktuell kann die ukrainische Währung Hrywnja in Deutschland leider nicht in Euro umgetauscht werden. Zum Teil sind Geld­abhebungen mit ukrai­nischen Visa- und Mastercards dem Bericht zufolge aber noch möglich.

Versicherungsschutz

Versicherungen bieten laut Stiftung Warentest gegebenenfalls eine Erweiterung des versicherten Personen­kreises in der Privathaft­pflicht- und der Hausrat­versicherung auch auf ukrai­nische Geflüchtete und deren Kinder, wenn diese von Versicherten in deren Zuhause aufgenommen werden, an. Auch eine kostenlose Rechts­beratung für Geflüchtete ist dem Bericht nach bei einigen Versicherungen möglich.

Tipp: Wenn Sie selbst Geflüchtete bei sich zuhause aufgenommen haben, erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung.

Der Gesamt­verband der deutschen Versicherungs­wirt­schaft GDV teilt dem Bericht zufolge mit, dass deutsche Versicherungen KFZ-Haft­pflicht­schäden unver­sicherter ukrai­nischer PKW über­nehmen. Die Über­nahme der Schäden gelte vor­erst bis zum 31. Mai dieses Jahres. Betroffene sollen sich an das Deutsche Büro Grüne Karte wenden.

Außerdem dürfen Menschen mit ukrainischen Ausweisdokumenten laut Stiftung Warentest zur Einreise nach Deutschland ohne Fahrkarte fahren. Auch der öffentliche Nahverkehr darf kostenlos genutzt werden. Für den weiteren Fernverkehr bekommen Geflüchtete das kostenfreie Ticket „helpukraine“ in DB Reisezentren. Die Deutsche Bahn informiert auch auf Ukrainisch. Auch einige Telefonanbieter bieten kostenlose Telefonate in die Ukraine und SIM-Karten an. (jn) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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