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Steuer für Online-Glücksspiele beschlossen: Werden Spieler so in den Schwarzmarkt getrieben?

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Von: Juliane Gutmann

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Online-Glücksspiel wird ab sofort pauschal besteuert.
Online-Glücksspiel wird ab sofort pauschal besteuert. © www.imago-images.de

Der Bundesrat hat eine Steuer für Online-Glücksspiele beschlossen: Der nächste Schritt im Rahmen der Legalisierung, der Gefahren birgt.

Im Juli 2021 werden Onlinepoker und virtuelles Automatenspiel in Deutschland legalisiert. Dies wurde im Glücksspielstaatsvertrag 2021 festgehalten. Der neue Glücksspielstaatsvertrag sieht vor, dass ab Juli 2021 erstmals auch Online-Casinos in Deutschland eine Lizenz beantragen können, wie die Tagesschau informierte. Bislang waren solche Spiele lediglich in Schleswig-Holstein legal. Dass sich die Bundesländer auf eine Duldung von bislang verbotenem Online-Glücksspiel geeinigt haben, stößt auf viel Kritik. Auch Suchtexperten kritisieren die Entscheidung, wie die Tagesschau informiert. Wie 24vita.de* berichtet, zeigt fast jeder Fünfte, der online sein Glück versucht, auffälliges oder sogar abhängiges Verhalten. Eine bestimmte Personengruppe ist dabei besonders gefährdet.

Den Gesetzentwurf zur Änderung des Rennwett- und Lotteriegesetzes und zur Änderung der Ausführungsbestimmungen zum Rennwett- und Lotteriegesetzes hatte der Bundestag am 23.6.2021 unverändert übernommen. Die Zustimmung des Bundesrats erfolgte am 25.6.2021, wie das Portal Haufe informiert. Das geänderte Gesetz sieht vor, dass auf die Einsätze bei Internet-Glücksspielen in Online-Casinos künftig analog zu Renn- und Sportwetten ein Steuersatz* von 5,3 Prozent erhoben wird, wie die Deutsche Presseagentur dpa informiert.

Pauschale Steuer auf Online-Glücksspiel: Bundestag warnt

Anders als beim herkömmlichen Glücksspiel, wo der Teil der Einnahmen, der nicht wieder als Gewinn ausgeschüttet wird, mit rund 25 Prozent besteuert wird, sollen also beim neu strukturierten Online-Glücksspiel sämtliche Einnahmen pauschal mit 5,3 Prozent besteuert werden. Doch diese pauschale Besteuerung sorgte für Unmut im Bundestag: Kritikern zufolge wäre eine solche Maßnahme mit der Gefahr verbunden, dass Anbieter ihre Auszahlungsquote auf ein Niveau senken, das die Spieler in den Schwarzmarkt treibe, informiert haufe.de. (jg) *Merkur.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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