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Wer verpflichtet ist und verpasst, die Steuererklärung abzugeben, muss mit bösen Folgen für den Geldbeutel rechnen.

Zuschlag vom Finanzamt

Steuererklärung 2017: Frist verpasst - das droht Ihnen

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Bis zum 31. Mai mussten diejenigen Deutschen, die dazu verpflichtet sind, ihre Steuererklärung abgeben. Doch was passiert eigentlich, wenn Sie es nicht tun?

Haben Sie es auch verschwitzt? So manchen Deutschen wird es wohl jetzt wie Schuppen von den Augen fallen. Grund dafür: Am 31. Mai 2017 mussten einige Bürger ihre Steuererklärung für 2016 beim Finanzamt abgeben. Zumindest diejenigen, die dazu verpflichtet sind. Darunter zählen, Selbstständige, Freiberufler, Gewerbetreibende sowie Arbeitnehmer, die gleichzeitig mehrere Jobs haben und Gehälter beziehen.

Steuererklärung 2017: Wer verpflichtet ist, muss die Steuererklärung nachreichen

Alle anderen können jetzt aufatmen: Sie haben bis zu vier Jahre Zeit, rückwirkend ihre Steuererklärung nachzureichen. Auch diejenigen, die in Nordrhein-Westfalen und Bayern wohnen, haben Glück – wer sie hier elektronisch über das Online-Portal Elster macht, darf sich sogar bis zum 31. Juli Zeit lassen.

"Für all diejenigen, die authentifiziert per Elster ihre Steuererklärung abgeben, wird eine Neuregelung in Bayern vorgezogen und es gilt schon in diesem Jahr eine verlängerte Frist. Mit dem teilweisen Vorziehen der gesetzlichen Neuregelung schaffen wir einen zusätzlichen Anreiz zur weiteren Digitalisierung der Steuerveranlagung", teilte Finanzminister Dr. Markus Söder mit.

Doch Vorsicht: Achten Sie hier besonders auf das Wörtchen "authentifiziert". Denn nur wer sich auf ElsterOnline registriert und mit einem Aktivierungscode, den Sie per Post zugeschickt bekommen, die Authentifizierung bestätigt, hat bis Ende Juli Zeit.

Wer dies nämlich ohne Zertifikat tut und zum Beispiel seine Steuererklärung über ElsterFormular an das Finanzamt elektronisch übermittelt, der muss dennoch eine komprimierte Version zusätzlich schriftlich an die zuständigen Finanzbehörden schicken. Räumen Sie sich also genug Zeit dafür ein. Doch was tun, wenn Sie nun dazu verpflichtet sind – und vergessen haben, Ihre Steuererklärung abzugeben?

Steuererklärung: Frist verpasst - saftiger Verspätungszuschlag möglich

Dann könnte es passieren, dass der Fiskus einen satten Verspätungszuschlag von Ihnen fordert. Und zwar bis zu zehn Prozent der Steuersumme (maximal 25.000 Euro), die ein einzelner Steuerpflichtiger nachzahlen muss oder erstattet bekommt.

Ob Sie den Zuschlag allerdings wirklich zahlen müssen, hängt von Ihrem zuständigen Finanzbeamten ab. Dieser entscheidet nämlich nach eigenem Ermessen darüber, ob Sie draufzahlen müssen oder nicht. Erfahren werden Sie es spätestens bei Ihrem Steuerbescheid, den Sie per Post erhalten.

Zumindest sollten Sie sich nicht darum drücken und sobald wie möglich die Steuererklärung nachzureichen. "Bürgerinnen und Bürger, die die Anmeldefrist verpasst haben, sollten die Abgabe der Steuererklärung schnellstmöglich nachholen", rät Lars Fiethen vom Finanzministerium NRW.

Zeigen Sie daher Mut – und weisen Sie die Finanzbehörden auf Ihre Verspätung hin. Zudem erklären Sie die Gründe, warum Sie Ihre Steuererklärung erst jetzt abgeben. So können Sie vielleicht noch auf die Kulanz des zuständigen Finanzbeamten hoffen.

Steuererklärung 2017: So umgehen Sie den Verspätungszuschlag

Achten Sie allerdings darauf, dass Ihre Gründe plausibel sind und sie gut und verständlich erklären können. Haben Sie zum Beispiel längere Zeit mit einer schweren Krankheit zu kämpfen gehabt oder waren sogar wochenlang auf Kur, bedeutet es nämlich noch lange nicht, dass Sie automatisch vom Zuschlag verschont werden. Allerdings stehen die Chancen dann besser, eine Fristverlängerung beantragen zu können. Das gleich gilt auch, wenn plötzliche Ereignisse wie ein Unfall eintreten.

Es empfiehlt sich daher generell, um etwaige Komplikationen zu vermeiden, stets einen Steuerberater oder eine Lohnsteuerhilfe zu Rate zu ziehen. Vor allem, wenn Sie dazu verpflichtet sind, jährlich die Steuererklärung zu machen. Dann können Sie nämlich sogar bis zum 31. Dezember warten, bis Sie diese abgeben.

Wer dagegen gar keine Steuererklärung abgibt und sich still hält, dem droht eine Steuer-Schätzung. Und diese entbindet Sie ebenfalls nicht davon, dennoch eine Steuererklärung vorzuweisen. Daher ist es wichtig, dass Sie in jedem Fall so schnell wie möglich Ihr zuständiges Finanzamt informieren – und mit ihm eine Lösung finden.

Lesen Sie hier weiter, wie Sie bei Ihrer Steuererklärung für 2016 richtig viel Geld herausholen können.

Auch interessant: Abgabefrist und gesetzliche Änderungen - das hat sich alles 2017 zwecks Steuererklärung geändert.  

Erfahren Sie hier zudem, wie Sie ganz einfach die Abgabefrist umgehen können.

Von Jasmin Pospiech

Mit diesen sieben Tipps sparen Sie im Alltag viel Geld

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