Falsche Angaben in der Steuererklärung können leicht korrigiert werden.
+
Falsche Angaben in der Steuererklärung können leicht korrigiert werden.

Fehler korrigieren

Steuererklärung: Sie haben fehlerhafte Angaben gemacht? Das müssen Sie jetzt tun

  • Sophia Adams
    vonSophia Adams
    schließen

Wer nicht aufpasst, dem können schnell Fehler bei der Steuererklärung unterlaufen. Was viele aber nicht wissen: Meist ist eine Korrektur möglich. So geht's.

  • Bei der Steuererklärung ist es besonders wichtig, korrekte Angaben zu machen.
  • Trotzdem passieren gelegentlich Fehler oder Dokumente wurden vergessen.
  • Meist können Sie das Problem leicht lösen.

Die Steuererklärung bringt viele ins Schwitzen. Das liegt nicht nur daran, dass man oft nicht weiß, was überhaupt alles eingetragen werden muss. Die Angaben sollten auch noch durchwegs korrekt sein, denn das bestätigen Sie schließlich mit Ihrer eigenen Unterschrift. Dennoch unterlaufen dem ein oder anderen mal Fehler oder Belege wurden vergessen. Das ist aber noch lange kein Grund zu verzweifeln, da sich das Problem in den meisten Fällen ganz einfach lösen lässt. Wir verraten Ihnen, wie es geht.

Steuererklärung: Das können Sie tun, wenn Sie Fehler nach Abgabe bemerken

Kurz nach dem Einreichen der Steuererklärung* finden viele oft noch einen vergessenen Beleg oder Ihnen fällt auf, dass Sie versehentlich eine falsche Angabe gemacht haben. Sollte das der Fall sein, gibt es keinen Grund in Panik zu geraten. Informieren Sie einfach zeitnah Ihren Sachbearbeiter über den Fauxpas, damit dieser Ihre Steuererklärung* vorerst nicht weiter bearbeitet. Anschließend müssen Sie innerhalb eines vorgegeben Zeitraums Ihre Korrekturen nachreichen - unabhängig davon, ob diese zu Ihrem Vor- oder Nachteil sind.

Lesen Sie auch: Steuererklärung 2020 - Diese Aufwendungen sollten Sie jetzt bei Werbungskosten eintragen.

Steuererklärung: So sollten Sie handeln, wenn Sie nach Erhalt des Steuerbescheids Fehler entdecken

Das Steuer-Portal Taxifix macht zudem darauf aufmerksam, dass Sie auch nach Erhalt des Steuerbescheids* noch Korrekturen durchführen können. Dafür können Sie einen Widerspruch gegen den Bescheid einlegen, wofür Sie im Regelfall vier Wochen Zeit haben. Es empfiehlt sich, den Widerspruch gleich von Vornherein mit Ihren Korrekturen zu ergänzen.

Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit, indem Sie innerhalb von vier Wochen einen Antrag auf schlichte Änderung des Bescheids stellen. Diese Methode ist besonders praktisch, falls Sie vergessene Belege nachreichen möchten. Einzelne Punkte, die korrigiert werden müssen, werden nach § 172 der Abgabenordnung von Ihrem Sachbearbeiter ganz einfach neu berechnet. (soa) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks

Mehr erfahren: Steuererklärung: Mit diesen Freibeträgen gibt's mehr Geld.

Video: Für die Steuererklärung - Diese Spar-Tricks sind ganz legal

Mehr erfahrenSteuererklärung - Diese Steuererleichterungen gelten aufgrund des Coronavirus.

Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt überweisen. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück.
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig.
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten - schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person.
Kinder kosten viel Geld - doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld, sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage Kind von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben.
Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Auch interessant

Kommentare