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Eine Trinklernhilfe ist gut für Kinder, die sich mit der Umstellung auf ein normales Trinkgefäß schwer tun. Im Normalfall lernen sie es auch ohne.

Richtig trinken für Kinder

Sinnvoll oder überflüssig? Trinklernbecher im Test

Mit Trinklernbechern sollen Kleinkindern lernen, eigenständig aus Becher, Tasse oder Glas zu trinken. Doch viele warnen vor negativen Folgen.

Mit einer Trinklernhilfe meint man es gut mit seinem Kind und will ihm helfen – doch das kann auch genau das Gegenteil bewirken. Zahnärzte und Logopäden schlagen Alarm, denn bei zu langer Anwendung können Trinklernbecher negative Folgen haben.

Vor allem Trinklernbecher mit Schnabel stehen in der Kritik: Nuckeln Kinder ständig und über einen langen Zeitraum daran, kann es zu Kieferfehlstellungen kommen. Wenn dann zusätzlich auch noch zuckerhaltige Getränke im Becher sind, kann der sogenannte "Nuckel-Karies" entstehen. Logopäden befürchten, dass Kinder durch Trinklernbecher das natürliche Schlucken nicht richtig trainieren, was später zu Lispeln führen könnte.

Tatschlich lernen Kleinkinder den Übergang von der Flasche zum normalen Trinkgefäß auch ohne einen speziellen Becher. Allerdings muss man sich dann darauf gefasst machen, dass in der Lernphase öfter mal was daneben geht. Das ist zuhause nicht weiter schlimm, doch wenn sich das Kind unterwegs den ganzen Becherinhalt über die Kleidung schüttet, hat man ein Problem.

Trinklernhilfen sind daher vor allem auch eine Erleichterung für die Eltern. Da sie auslaufsicher sind, kann man sie gut unterwegs benutzen und auch nachts im Bett hat das Kind mit einem Trinklernbecher immer etwas zu trinken bei sich, ohne dass man befürchten muss, dass es am nächsten Morgen in einer Pfütze aufwacht.

Man sollte aber darauf achten, dass Trinklernhilfen wirklich nur übergangsweise oder eben unterwegs und im Bett benutzt werden und das Kind nicht aus Gewohnheit jahrelang aus nichts anderem mehr trinkt.

Was macht einen guten Trinklernbecher aus?

Es gibt die verschiedensten Arten von Trinklernhilfen für Kleinkinder, der Markt ist riesig. Es gibt sie mit oder ohne Henkel zum Anfassen. Manche sehen aus wie Schnabeltassen und haben als Auslaufschutz ein eingebautes Ventil. An ihnen müssen Kinder saugen, was nicht wirklich hilfreich ist, wenn man sie von der Flasche abgewöhnen will.

Andere sehen einem Becher ähnlich, haben aber ebenfalls mit einem Deckel einen Auslaufschutz. Andere kommen ganz ohne Auslaufschutz aus und sind nur speziell für Kinderhände geformt. Unser Tipp: Ein guter Trinklernbecher sollte dem Gefühl, aus einem normalen Becher zu trinken, möglichst nahe kommen. Wichtig ist außerdem, dass der Becher vom Kind gut gehalten werden kann. Und idealerweise ist er auch noch auslaufsicher.

Trinklernhilfen kommen oft mit schmutzigen Kinderhänden oder verschmierten Mündern in Berührung und müssen deshalb gut zu reinigen sein, damit keine Keime entstehen können.

Da die meisten Becher aus Kunststoff bestehen, sollte man natürlich darauf achten, dass keine Schadstoffe enthalten sind. Immerhin verzichten inzwischen fast alle Hersteller auf den Weichmacher BPA.

Trinklernbecher im Test

AllesBeste hat elf Trinklernbecher für Sie getestet. Testsieger wurde der Munchkin Miracle 360° . Er ist in drei Größen mit oder ohne Griffe erhältlich. Das Kind kann an jeder Stelle des Bechers trinken und auch wenn er auf den Kopf gestellt wird, läuft nichts aus. Beim Trinken drückt das Kind mit dem Mund auf ein Silikonventil und saugt die Flüssigkeit aus dem Becher.

Fast genauso gut schnitt der NUK Magic Cup ab. Er ist ähnlich aufgebaut, hat aber keine Griffe.

Für Kinder, die mit dem Prinzip dieser Becher nicht gut zurecht kommen, kommen Trinkhilfen mit Schnabel in Frage. Eine gute auslaufsichere Alternative ist hier der NUK Easy Learning Trainer Cup. Aber auch der extrem günstige Börja von Ikea ist eine gute Wahl, wenn der Becher nicht auslaufsicher sein muss.

Den ausführlichen Test und weitere Becher-Alternativen finden Sie auf AllesBeste.

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