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Ukraine-Krieg: Steigende Weltmarktpreise für Getreide und Ölsaaten – Speiseöl und Brot bald teurer?

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Rapsfeld
Auch bei Ölsaaten wie Raps ist der Preis am Weltmarkt in den letzten Tagen stark gestiegen. © Arne Dedert/dpa (Archivbild/Symbolbild)

Infolge des Ukraine-Kriegs sind die Getreidepreise in die Höhe geschnellt. Was bedeutet das zum Beispiel für den Preis von Speiseöl oder für den Brotpreis?

Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat auch immense wirtschaftliche Folgen. Ein Beispiel sind die Energiepreise. Aber nicht nur: Auch Rohstoffe wie Weizen verteuerten sich auf dem Weltmarkt. Und auch bei Ölsaaten wie Raps sei der Preis am Weltmarkt in den letzten Tagen stark gestiegen, schilderte BR.de am Samstag (26. Februar). Bei Speiseölen wie Sonnenblumen- oder Rapsöl könnten die Preise künftig steigen, heißt es unter anderem in dem Bericht. Die EU beziehe ein Viertel ihrer Speiseöle aus der Ukraine. Das Land sei der weltgrößte Exporteur von Sonnenblumenöl. Warum es bei Speiseöl in der Preiseinstiegsklasse in manchen Supermarktregalen aus verschiedenen Gründen schon zu Knappheiten gekommen ist, erfahren Sie zudem hier*.

Ukraine-Krieg: Weizenpreise steigen weltweit

Die Ukraine gehört auch zu den weltweit größten Weizen-Exporteuren. Sowohl die Ukraine als auch Russland gelten hier als wichtige Rohstofflieferanten. „Bei Weizen machen die Exporte aus beiden Ländern jährlich etwa dreißig Prozent des weltweiten Weizenhandels aus“, schilderte BR.de. Wie der Export in Zukunft laufen werde, sei unklar und verunsichere Händlerinnen und Händler. Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland werde sich durch den steigenden Getreidepreis auf dem Weltmarkt erst einmal nicht viel ändern, heißt es allerdings auch in dem Bericht. Die EU könne ihren Weizenbedarf selber decken. 

Steigen schlussendlich auch die Brotpreise?

Verbraucher in Deutschland müssen sich angesichts der steigenden Weltmarktpreise für Weizen zwar „tendenziell auf weiter steigende Brotpreise einstellen“, berichtete auch Tagesschau.de (Stand: 28. Februar). „Allerdings spielen die Getreidepreise beim Endpreis der Backwaren angesichts der deutlich höheren Personal- und Herstellungskosten nur eine untergeordnete Rolle“, heißt es weiter in dem Bericht. „Sie werden auf einen niedrigen einstelligen Prozentbereich geschätzt.“

Lebensmittel könnten teurer werden

Ob und wie sich Lebensmittelpreise an anderer Stelle in der Zukunft entwickeln, hängt zudem auch von vielen anderen Faktoren ab. Vor allem die Preisentwicklung bei der Energie hat hier gewiss einen Einfluss. Schon im Januar lagen die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte in Deutschland um 25 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie dpa erst jüngst berichtet hatte. „Für Konsumenten könnten viele Produkte also noch teurer werden“, hieß es weiter in dem dpa-Bericht, „weil Unternehmen auf höhere Einkaufspreise etwa für Rohstoffe mit einem Preisaufschlag reagieren“. (ahu) Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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