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Ihr Prämiensparvertrag wurde gekündigt? Sorgen müssen Sie sich nicht, denn es gibt Alternativen.

Alternativen zum Prämiensparen

Prämiensparvertrag ade? Zum Glück gibt's gute Alternativen

Per Ende September hat die Stadtsparkasse München bei 28.000 Kunden die Verträge des Typs „Prämiensparen flexibel“ gekündigt. Doch es gibt lohnende Alternativen.

Von Jürgen Lutz 

Schock für Zehntausende Sparer: Per Ende September hat die Stadtsparkasse München bei 28.000 Kunden die Verträge des Typs „Prämiensparen flexibel“ gekündigt. Bei weiteren 15.000 Kunden steht eine Kündigung in den kommenden Jahren bevor. Zur Begründung bemüht das Institut die aktuelle Niedrigzinsphase und ein Urteil des Bundesgerichtshofs. Doch betroffene Kunden müssen nicht zwangsläufig klein beigeben. Zudem gibt es lohnende Alternativen. Welche das sind, können Sie beim kostenlosen Vermögens-Check erfahren.

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Das können Sie bei einer Kündigung tun

Nach Ansicht der Stadtsparkasse München ist die Kündigung der Sparverträge rechtens. Dabei verweist das Institut auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom Mai dieses Jahres, nach dem die Kündigung langjähriger Sparverträge unter gewissen Bedingungen zulässig sein kann (Az.: XI ZR 345/18). Eine rechtlich saubere Kündigung setzt demnach voraus, dass bei einem Vertrag ohne feste Laufzeit bzw. ohne Mindestlaufzeit alle in Aussicht gestellten Prämien bezahlt worden sind. Ist im Vertrag eine Laufzeit vereinbart, muss diese nach Ansicht der Verbraucherzentralen in Deutschland aber eingehalten werden (siehe unten bei Mehr Informationen: "Das können Sie bei einer Kündigung tun").

Verbraucherschützer gehen davon aus, dass auf die Sparer bundesweit eine regelrechte Kündigungswelle zurollen wird. Der Grund: Bei einem Einlagezins von minus 0,5 Prozent, den die Banken der EZB nun für geparktes Geld zahlen müssen, werden Prämiensparverträge für die Banken in Zukunft noch unattraktiver. Aus der Sicht von bankenunabhängigen Vermögensverwaltern empfiehlt sich für Betroffene ein zweigleisiges Vorgehen. Wer einen lukrativen Prämiensparvertrag hat, der vermutlich zu Unrecht gekündigt wurde, sollte sich Beistand holen. Die Verbraucherzentralen in Bayern und anderen Bundesländern bieten nach eigenen Angaben rechtliche Unterstützung bei der Bewertung einzelner Verträge an.

Sparbuch und Tagesgeld sind richtig für die "eiserne Reserve" und bei konkreten Anschaffungen

Auf der anderen Seite aber, so Manfred Rath von der KSW Vermögensverwaltung AG in Nürnberg, sei es für Sparer unerlässlich, sich von klassischen Sparverträgen zu lösen und ein breit gestreutes Wertpapier-Portfolio aufzubauen. Denn nur mit einem solchen Depot lasse sich ein Vermögen für einen Hauskauf oder die spätere private Altersvorsorge aufbauen.

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Das bedeutet aber auch, nicht zu viel Liquidität auf Tagesgeldkonten zu halten: In der Regel reichen drei bis sechs Monatsnettogehälter; hinzu kommt Geld für geplante größere Anschaffungen.

Wer Vermögen in der aktuellen Niedrigzinsphase aufbauen will, braucht Aktien

Finanzexperte Rath ist sich sicher: Die seit Langem andauernde Niedrigzins-Phase wird in den nächsten Jahren andauern, weshalb es für die gekündigten Prämiensparverträge keinen adäquaten Ersatz geben wird. Verantwortlich dafür sind Notenbanken wie die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve in den USA, denen nichts anderes übrigbleibt, als in wirtschaftlich schwächeren Zeiten die Zinsen, wie vor kurzem geschehen, weiter zu senken. Was dieses Szenario für Sparer bedeutet, zeigt unsere Tabelle für die Renditen von Tagesgeld, Anleihen, Aktien & Co in den vergangenen drei Jahren. (siehe unten bei Mehr Informationen: "So viel wurde aus 50.000 Euro").

Praxisfall: Vermögensanlage mit Wertpapieren

Doch wie können sich eher unerfahrene Sparer ein breit gestreutes und stabiles Portfolio mit überschaubarem Risiko aufbauen? Grundlegende Ideen könnte der Musterfall der KSW Vermögensverwaltung liefern, in dem Manfred Rath angehende Ruheständler beraten hat, die von der Kündigung von Sparverträgen betroffen waren (siehe unten Mehr Informationen: "Praxisfall: Es gibt Besseres als einen Prämien-Sparvertrag"). Außerdem können Sie sich kostenlos und unverbindlich Anregungen beim Vermögens-Check für Leser und Nutzer von www.merkur.de holen. Dabei überprüfen unabhängige Vermögensexperten Ihre Finanzanlagen und machen Verbesserungsvorschläge.

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Mehr Informationen zum Thema

Praxisfall: Es gibt Besseres als einen Prämien-Sparvertrag

(Prämien-)Sparvertrag: Das können Sie bei einer Kündigung tun

So viel wurde in drei Jahren aus 50.000 Euro

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