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Weniger drin, Preis gleich: So sparen Hersteller an Füllmenge und kaschieren so höhere Preise.

Versteckte Preiserhöhung

Diese beliebten Marken-Produkte kauft jeder - doch sie sind megateure Mogelpackungen

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Ob Cornflakes, Ketchup oder Schokolade: Immer öfter werden Verbraucher mit kleineren Mogelpackungen hinters Licht geführt. Wo sie abgezockt werden, lesen Sie hier.

Die Rezeptur wird verschlimmbessert oder der Inhalt bleibt gleich oder wird sogar weniger, aber der Preis steigt: Immer öfter ärgern sich Verbraucher über die Machenschaften mancher Hersteller. Doch die lassen sich davon nicht beirren - und tricksen weiter an ihren Produkten, um die Gewinnspanne zu maximieren - zum Leidwesen der Kunden.

Cornflakes, Ketchup oder Schokolade: So tricksen die Hersteller bei der Produktmenge - und sahnen ab

Deshalb hat die Verbraucherzentrale Hamburg auch dieses Jahr namhafte Produkte unter die Lupe genommen - darunter Cornflakes, Ketchup oder Schokolade - und wieder viele Mogelpackungen entlarvt.

So soll allein Kellogg's bei mindestens zehn Produkten die Füllmenge reduziert haben, heißt es. Frosties & Co. weisen nun nicht mehr 375, sondern nur noch 330 Gramm auf, so die Verbraucherschützer. Doch der Preis sei ihnen zufolge gleich geblieben - was einer Verteuerung um satte 14 Prozent entspricht!

Allerdings sei dieser Umstand vom Hersteller clever kaschiert worden: Nur wer rechts unten auf die Portionenangabe schaut, bemerkt, dass diese von zwölf auf jetzt elf Portionen geschrumpft ist. Doch was sagt der Hersteller dazu? Der argumentiert mit dem "allgemeinen Kostendruck", der auf ihm laste. Zumindest habe sich die Rezeptur nicht verändert, wie er betont. 

Auch interessant: Abzocke in großem Stil? Strom so teuer wie noch nie - obwohl Einkaufspreis sinkt.

Heinz-Ketchup hat dagegen schon vor ein paar Jahren die Füllmenge verringert - von 500 auf 400 Milliliter. Nun bietet der Hersteller sein Produkt wieder in der ursprünglichen Größe an - allerdings nicht ohne saftige Preiserhöhung von elf Prozent.

Steigende Produktionskosten: faule Ausrede für Mogelpackungen?

Als weitere "Mogelpackung des Monats" wurde auch die Milka-XXL-Packung in der Sorte "Alpenmilch" entlarvt. Wo früher noch 300 Gramm Schokolade drin waren, sind es jetzt teilweise nur noch 270 Gramm. Das entspricht einem Preis-Plus von stolzen elf Prozent. Das Gemeine daran: Dem Kunden fällt's nicht gleich auf - die Verpackung sieht immer noch gleich aus. Das Interessante daran: Auch hier wurden "steigende Produktionskosten" vom Hersteller Mondelez als Grund angegeben.

Chips-Hersteller Lorenz hat seine "Erdnuss-Locken" auf Diät gesetzt - und um 25 Gramm verschmälert. Das macht eine Verteuerung von 12,5 Prozent, wie die Verbraucherzentrale kritisiert.

Erfahren Sie hier: Rewe & Co. rüsten auf digitale Preisschilder um: Droht uns jetzt der "Tankstellen-Effekt"?

Ähnliches ist auch mit der überaus beliebten Miracoli-Pasta-Sauce passiert. Diese ist jetzt nur noch als 400 statt 530 Gramm-Packung erhältlich - der Preis liegt aber konstant bei 1,89 Euro pro Glas. Damit toppt aber Hersteller Mars alles - mit einer Preiserhöhung von satten 32,5 Prozent!

Zu guter Letzt ist eine weitere XXL-Packung ins Visier der Verbraucherschützer geraten - die XXL-Packung Choco Crossies, die es nur für kurze Zeit gab. Die Verpackung war doppelt so groß und darin befanden sich vier statt nur zwei Beutel der Knusperschokolade. Doch die enthielten deutlich weniger Inhalt - und zwar nur 65 statt 80 Gramm. Auch hier verlieh die Verbraucherzentrale im April diesen Jahres das Prädikat "Mogelpackung des Monats".

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jp

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