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Eine Hochzeit ist der schönste Tag im Leben eines Paares. Doch oft auch der Teuerste.

Location, Essen, Kleid & Co.

Wie viel kostet eigentlich eine Hochzeit?

Im Sommer läuten bei vielen Paaren die Hochzeitsglocken. Doch vor dem großen Tag müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. Hier eine Aufstellung der Ausgaben.

Für viele Paare ist es wohl der schönste Tag ihres Lebens, wenn sie vor Familie und Freunden einander die ewige Treue schwören. Doch die Wochen oder Monate vor dem großen Tag bedeuten für manche Liebenden Stress pur – schließlich müssen allerhand Hochzeitsvorbereitungen getroffen werden.

Ob Location, Buffet oder Musik – an vieles muss gedacht werden. Außerdem heißt es, Preise vergleichen, da sonst eine Hochzeit schnell richtig ins Geld gehen kann. Mit welchen Ausgaben Sie rechnen müssen, erklärt Ihnen hier die Redaktion.

Budget festlegen - und Hochzeit genau planen: So rechnen Sie Ihre Ausgaben aus

Grundsätzlich gehen Branchenexperten davon aus, dass sie für eine Hochzeit durchschnittlich etwa 10.000 bis 15.000 Euro einplanen müssen. Wer allein 70 Gäste einlädt, kratzt bereits mit einem Budget von mindestens 14.000 Euro an der obersten Grenze, meint auch Hochzeitsplanerin Bettina Ponzio gegenüber der Augsburger Allgemeine.

Daher empfiehlt es sich bereits im Vorhinein, eine (To-do-Liste) zu erstellen, in der Sie mit Ihrem Partner die wichtigsten Fragen rund um die Traumhochzeit abklären. Unter anderem:

  • Wie viele Gäste wollen wir einladen?
  • Hochzeit auf dem Land oder in der Stadt?
  • In der Kirche oder auf dem Standesamt?
  • Band oder DJ?
  • Heiraten am See, im Schloss oder gar auf einer Hütte?
  • Wie viel Budget haben wir zur Verfügung?

Außerdem spielen noch weitere Faktoren eine Rolle, die berücksichtigt werden sollten:

  • Je nach Hochzeitssaison sind entweder Hochzeiten in der Natur (zum Beispiel im Boho-Chic) oder in der Stadt gefragt. Dabei sind Trauungen auf dem Land oftmals günstiger als in Großstädten.
  • Je nach Gästen fallen auch diverse Extras an, wie zum Beispiel Kinderbetreuung oder Unterbringung sowie Fahrdienst für Verwandte und Freunde, die von weiter her kommen.

Um einen ersten Überblick zu gewinnen, gibt daher die Hochzeitsplanerin einen Einblick für grundlegende Ausgaben (ausgehend von 70 Gästen):

Hochzeitslocation

Die Preise für die Hochzeitslocation variieren stark, je nachdem, ob man dort den Service in Anspruch nimmt oder nicht. Wer sich für einen Catering-Service entscheidet, der zahlt meist Besteck, Servietten & Co. zusätzlich sowie eine Saalmiete von 300 bis 2.000 Euro. "Wer das vermeiden will, sucht sich eine Location mit angeschlossener Küche, dann zahlt man nur für Essen und Trinken", rät Ponzio.

Hochzeitsmenü und Bewirtung

Wenn das Essen und die Getränke gut und reichlich sind, ist meist auch die Stimmung ausgelassen: Fast jedes Brautpaar weiß, wie wichtig die richtige Verpflegung ist. Daher sollten Sie hier auch nicht geizen und einen Großteil Ihres Budgets aufwenden. Schließlich besagt eine Daumenregel laut Bettina Ponzio, dass eine Hochzeit etwas das Doppelte der Ausgaben für Menü und Getränke kostet.

Sektempfang, Kaffee und Kuchen, abends Menü oder Buffet, Getränkepauschale und Weinausschank – hier müssen Paare pro Gast auf dem Land schon mal mit 60 bis 70 Euro rechnen. In der Stadt können es sogar 80 bis 100 Euro werden.

Brautkleid und Anzug

Schon öfter kursierten wahre Kleider-Fails durchs Internet, wo angehende Bräute Waren bei Online-Versandplattformen bestellten und deren Erwartungen maßgeblich enttäuscht wurden. Oftmals entsprachen sie nicht mal ansatzweise den Bildern, die dem Angebot hinzugefügt worden waren. Daher rät auch die Hochzeitsplanerin dazu, sich in einem Fachgeschäft für Brautmode individuell beraten zu lassen. Die Preise können dort zwischen 800 bis 2.000 Euro variieren.

Günstiger kommt wohl der Bräutigam weg - je nachdem, ob er bereits einen Anzug hat, den er tragen möchte oder ob er sich einen Neuen kauft. Dieser kostet dann etwa zwischen 500 bis 900 Euro – entweder man(n) wählt ganz klassisch den Frack oder trägt leger Sakko mit Fliege und Hosenträgern.

Eheringe

Gold, Platin, schlicht oder extravagant: Hochzeitsringe können je nach Geschmack des Paares ausfallen – und so variieren auch die Preisklassen erheblich. Manchmal bieten Goldschmiede sogar an, die Ringe gemeinsam mit dem Paar herzustellen. Durchschnittlich müssen Sie von einer Summe zwischen 1.000 und 2.000 Euro ausgehen, allerdings sind "nach oben keine Grenzen gesetzt", so die Hochzeitsplanerin.

Standesamtliche Trauung

Wer standesamtlich heiratet, wird nach der Rede des Standesbeamten darum gebeten, die Eheurkunde zu unterschreiben. Die Trauzeugen bestätigen die Eheschließung ebenfalls mit ihrer Unterschrift. Hierfür sowie für das Familienstammbuch erhebt das Standesamt Gebühren um die 100 bis 150 Euro.

Band oder DJ

Damit die Hochzeitsparty richtig in die Gänge kommt, ist Musik ein Muss. Eine Band oder ein DJ sollen da Abhilfe schaffen. Doch nicht nur deren Tagessatz, sondern auch ihre Verpflegung muss dann meist übernommen werden. Ein DJ ist zwar meist allein unterwegs, kann aber durch seine abwechslungsreiche Playlist für Stimmung sorgen. Hier müssen Sie laut Ponzio ab 14 Uhr mit etwa 1.000 Euro rechnen.

Da eine Live-Band aus mehreren Mitgliedern besteht, ist diese dagegen auch etwas teurer. Geschätzter Kostenpunkt: zwischen 2.500 und 4.000 Euro.

Hochzeitsfotograf

Es gibt wohl nichts Schöneres, als das Hochzeitsalbum Jahre später zu zweit durchzublättern und in Erinnerungen zu schwelgen. Deshalb wünschen sich auch viele Paare ein besonderes Fotoshooting bzw. dass ein Hochzeitsfotograf während der Feier anwesend ist, um die schönsten Momente festzuhalten. "An den Fotos sollte man deshalb nicht sparen", sagt Bettina Ponzio. "Sie bleiben für immer."

Ihren Erfahrungen zufolge kostet ein professioneller Fotograf für sechs Stunden etwa 1.800 Euro – für zehn Stunden circa 2.200 bis 2.300 Euro.

Blumen(deko)

Brautstrauß, Gestecke und Blumenschmuck an Auto, auf den Tischen in der Hochzeitslocation oder in der Kirche: Hier gilt es nicht nur, eine Motto-Farbe auszuwählen, sondern auch frühzeitig bei einem Floristen anzufragen. So kann ein Brautstrauß allein schon zwischen 60 und 100 Euro kosten. Hinzu kommen weitere florale Deko-Elemente.

Hochzeitstorte

Für viele ist sie ein absolutes Muss: die Hochzeitstorte. Ob dreistöckig, mit viel Creme oder Obst – je nach Größe oder Art geben Paare hier etwa 300 bis 500 Euro aus. "Klassische Konditoreien sind meist etwas günstiger, Patisserien etwas teurer", weiß die Hochzeitsplanerin.

Hochzeitsfrisur und -make-up

Dieser Termin ist an ihrem großen Tag für fast jede Braut obligatorisch, die auf Ihren Hochzeitsbildern glänzen will: das Braut-Make-Up und die Hochzeitsfrisur. Um den individuellen Typ zu unterstreichen, braucht es zuvor ein Probeschminken und –stecken. Für beide Termine zusammen sollten Sie daher etwa 250 bis 300 Euro einplanen.

Hochzeitskarten & Co.

Wichtig ist, dass Sie mit Ihrem festgelegten Budget erst die großen Dinge wie Location, Essen & Co. bezahlen und dann mit dem restlichen Geld, das Ihnen zur Verfügung steht, die kleinen Dinge in Angriff nehmen.

Viele vergessen diese in der Hektik, dennoch sind sie ebenfalls wichtig für einen gelungenen Tag. So müssen schließlich Einladungen verschickt, Tisch- und Menükarten ausgewählt sowie dekorative Gadgets in Betracht gezogen werden. Ponzio geht hier von etwa 400 bis 600 Euro aus.

Lesen Sie hier mehr über Spartipps für die erste Steuererklärung als Ehepaar.

Auch interessant: So viel Geld sollten Sie dem Brautpaar zur Hochzeit schenken.

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