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So viele Deutsche bekommen wirklich Weihnachtsgeld – dieser Faktor erhöht laut Experten die Chancen

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Von: Anne Hund

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Nicht jeder Arbeitnehmer darf sich über Weihnachtsgeld freuen. Welche Voraussetzungen es gibt, lesen Sie hier.
Nicht jeder Arbeitnehmer darf sich über Weihnachtsgeld freuen. © dpa / Patrick Seeger

Eine Studie zeigt, wie viele Arbeitnehmer in Deutschland ein Weihnachtsgeld bekommen – und welcher Faktor die Chancen auf die Jahressonderzahlung Experten zufolge erhöht.

Nur gut die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland bekommt einer jüngst veröffentlichten Studie zufolge ein Weihnachtsgeld*. Nach den Daten des WSI-Internetportals „Lohnspiegel.de“ bekommen insgesamt 53 Prozent aller Beschäftigten die Jahressonderzahlung, wie es in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) heißt. Doch seien die Unterschiede beträchtlich: 77 Prozent der Tarifbeschäftigten, aber nur 41 Prozent der übrigen Arbeitnehmer kämen laut WSI in den Genuss von Weihnachtsgeld. Für die Auswertung wurden dem genannten Portal zufolge die Angaben von 48.988 Beschäftigten berücksichtigt, die seit mindestens einem Jahr berufstätig sind.

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Studie: Nur gut die Hälfte der Arbeitnehmer bekommt Weihnachtsgeld

„Am höchsten stehen die Chancen auf ein Weihnachtsgeld, wenn das Unternehmen an einen Tarifvertrag gebunden ist, das gilt auch und gerade in diesem von der Corona-Pandemie geprägten Jahr“, berichtete der Leiter des WSI-Tarifarchivs der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung, Thorsten Schulten, der Mitteilung zufolge. Neben der Tarifbindung lassen sich laut der Mitteilung „eine Reihe weiterer Merkmale identifizieren, die die Chancen auf Weihnachtsgeld erhöhen“:

„Angesichts von Einkommenseinbußen in der Krise ist das Weihnachtsgeld besonders wichtig. Millionen von Beschäftigten waren oder sind in Kurzarbeit, da ist das Weihnachtsgeld als Beitrag zur Stabilisierung der Einkommen von großer Bedeutung“, betonte Schulten demnach. In einigen Tarifbranchen wie zum Beispiel der Metall- und Elektroindustrie sei deshalb in diesem Jahr die Möglichkeit eröffnet worden, das Urlaubs- und Weihnachtsgeld anteilig auf die monatlichen Einkommen zu übertragen, um im Fall von Kurzarbeit ein höheres Kurzarbeitergeld zu erhalten.

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Tarifverträge gelten längst nicht für alle Arbeitnehmer

Arbeitsmarktforscher sehen, wie dpa zudem berichtet, seit Jahren eine „schleichende Erosion“ der Tarifbindung. Nach jüngsten Daten des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hätten im vergangenen Jahr in Westdeutschland 46 Prozent der Beschäftigten in Betrieben mit Branchentarifverträgen gearbeitet, in Ostdeutschland nur 34 Prozent.

Quellen: dpa, lohnspiegel.de, Mitteilung der Hans-Böckler-Stiftung

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