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Wer folgende Klausel im Sparvertrag findet, dem winken tausende von Euro

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Schnell den Sparvertrag checken und Nachzahlung anfordern.
Schnell den Sparvertrag checken und Nachzahlung anfordern. © Monika Skolimowska/dpa

Viele Sparverträge von Sparkassen und Banken enthalten unzulässige Zins-Klauseln. Wer einen solchen Vertrag hat, kann eine Nachzahlung einfordern.

So manche Zins-Klausel in Verträgen ist es wert, genauer unter die Lupe genommen zu werden. So verhält es sich etwa bei Zins-Regelungen in alten Sparverträgen. Diese sind nicht selten rechtswidrig, wie die Verbraucherzentrale informiert. Der Hintergrund: Die Marktzinssätze sind in den letzten Jahren immens gefallen, weshalb Kreditinstitute die Sparzinsen der Verträge in regelmäßigen Abständen nach unten angepasst haben – manchmal auf bis zu 0,001 Prozent. Gerechtfertigt wurde dies mit einer Zins-Klausel in den Sparverträgen, die zur Anpassung der Zinsen berechtigen soll. Infolge dessen wurde vielen Kunden zu wenig Zins gut geschrieben.

Der Verbraucher kann allerdings eine Nachberechnung einfordern – und je nach Vertrag mit einer lukrativen Nachzahlung rechnen. Tausende von Verträgen haben die Verbraucherzentralen bundesweit bereits rechtlich überprüft. Verträge mit fehlerhaften Zinsanpassungsklauseln liefen zum Beispiel unter dem Namen „Bonusplan“ (Volks- und Raiffeisenbank), „Vorsorgesparen“ (Sparkasse) oder „Scala“ (Sparkasse).

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Rechtswidrige Klauseln in Sparverträgen: „Sie bekommen zu wenig Zinsen gutgeschrieben“

Die betroffenen Verträgen, die anfechtbar sind, enthalten sogenannte Zinsgleitklauseln, Zinsänderungsklauseln oder Zinsanpassungsklauseln. „Solche rechtswidrigen Klauseln ermöglichen es Banken, den Zins nach eigenem Ermessen anzupassen, was in der Regel zu Lasten der Kunden geht: Sie bekommen zu wenig Zinsen gutgeschrieben!“, informiert die Verbraucherzentrale.

Ein Liste der Banken und Produkte, die betroffen sind, können Sie hier einsehen

Die Verbraucherzentralen haben bereits über 5.000 langfristige Sparverträge von verschiedenen Banken und Sparkassen überprüft und nachgerechnet. Das Ergebnis: Verbraucher haben im Schnitt rund 4.000 Euro zu wenig Zins erhalten. „Wenn Sie den Verdacht haben, einen Vertrag mit fehlerhafter Zinsanpassung zu besitzen, sollten Sie Ihre Bank auffordern, die Zinsberechnung darzulegen und gegebenenfalls eine Neuabrechnung durchzuführen“, so die Verbraucherzentrale, die einen Musterbrief zur Verfügung stellt. (jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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